Question: Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

Was kann ich in Berlin machen?

Aktivitäten in BerlinErste Station: Fernsehturm. ... Ein Spaziergang durch Berlin Mitte. ... Green Berlin: Die schönsten Parks und Gärten. ... Ein Paradies für Bummler: Märkte und Markthallen. ... Die Magie der Museumsinsel. ... Berlin: Ein Kurzurlaub auf dem Wasser. ... Preußische Pracht in Potsdam. ... Badeseen in Berlin und Brandenburg.More items...

Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u. Mehr Informationen dazu findest du. Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen. Juri Durkot setzt seine täglichen Berichte aus der Ukraine fort. Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

neuesten Einträge in sein Kriegstagebuch lesen Sie. Sein Tagebuch aus dem zweiten Kriegsmonat, das unmittelbar an diese Einträge anschließt, ist nachzulesen. Sechs Millionen Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? auf der Flucht. Kaum eine ukrainische Region, in der keine russischen Raketen eingeschlagen sind. Kaum eine Region, in der keine Menschen durch Angriffe getötet wurden. Die einzigen Ausnahmen sind ein paar Landflecken im Südwesten des Landes.

Ein kleines Gebiet auf der anderen Seite der Karpaten. Von der ungarischen Grenze bis Kiew sind es 800 Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?. Bis Budapest sind es 300. Selbst in der Sowjetunion hat man hier inoffiziell nach der mitteleuropäischen Zeit gelebt. Wenn man heute in Mukatschewe nach der Uhrzeit fragt, weiß man automatisch, wie spät es jetzt in Buda ist. Aber heute fragt niemand mehr nach der Zeit. In Europa gibt es sowieso mehr Smartphones als Einwohner.

Kann es sein, dass nicht nur die Nato, sondern auch die mitteleuropäische Zeit einen Schutz gegen russische Raketen bietet? Trotz der Zerstörungen liegt Kiew in einem Ranking ziemlich weit vorne. Heute früh war es in der Top-10 der Städte mit der größten Luftverschmutzung weltweit.

Wegen der Feuerbrände nach den Bombardements. Die russische Armee konnte die ukrainische Hauptstadt nicht mal einkesseln, geschweige denn einnehmen. Der Himmel ist für ihre Flugzeuge zu gefährlich. Vom Schwarzen Meer, aus Belarus oder aus Russland abgefeuert. Es ist ein Satz aus dem Quartett für das Ende der Zeit von Olivier Messiaen. Der französische Komponist hat es in einem deutschen Kriegsgefangenenlager vollendet. Dort wurde es auch uraufgeführt. Daher die ungewöhnliche Instrumentierung: Klarinette, Geige, Cello und Klavier.

Zufällig saßen im Lager gerade für diese Instrumente Musiker ein. Von den ukrainischen Musikern, die an diesem Abend spielen, lebt heute keiner in Lemberg.

Der Zufall wollte, dass sie sich alle in der Stadt begegnen. Genauer gesagt: Der Krieg wollte es. Das Konzert endet mit einer Fantasietta von Fritz Kreisler.

Olivier Messiaen beschäftigte sich auch mit Ornithologie. Er zeichnete Vogelrufe auf und verwendete Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? in seiner Musik. Angeblich konnte er mehrere Hundert Vogelrufe unterscheiden. Bestimmt hätte er den Vogel, der mich vor paar Wochen geweckt hat, mühelos erkannt. März, abends Irgendwann in einem Spätsommer, als die Sowjetunion schon ziemlich am Ende war, besuchte ich Lettland. Es war eine schöne Reise. Das Wetter war prächtig, die Ostsee glitzerte Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

der Sonne, der Sand an den Stränden war warm, und Riga war eine gastfreundliche, romantische Stadt, von vielen netten Menschen besiedelt. Für Einkäufe interessierte ich mich damals nicht, obwohl die Läden in Riga ein deutlich besseres Sortiment führten als die Warenhäuser in Lemberg. Aber ein Geschäft zog mich mit magischer Kraft an. Er war voll mit Schallplatten.

Westliche Rockbands konnte man da zwar kaum finden, aber Vinylscheiben mit klassischer Musik, von der damals einzigen sowjetische Schallplattenfirma gepresst, waren zuhauf vorhanden. Ich musste mir einfach etwas kaufen. Damals konnte ich nicht wirklich Lettisch. Heute ist es auch nicht anders. Mehr als drei Bier tranken wir sowieso nicht. Das reichte also, um Essen samt Bier in einer Kneipe zu bestellen.

Das Problem war nur, dass ich mehr als drei Schallplatten kaufen wollte. Also musste ich Russisch sprechen. Quelle: Future Publishing via Getty Images Die Verkäuferin, die mich zunächst mit einem freundlichen Lächeln begrüßt hatte, wurde auf einmal steif und blockierte sofort. Sie tat es so, als verstünde sie überhaupt kein Russisch. Irgendwie kam ich auf die Idee, ins Ukrainische zu wechseln.

Jetzt verstand sie mich tatsächlich nicht. Das Einzige, was sie verstanden hatte: Ich bin kein Russe. Da sagte sie, wir könnten Russisch sprechen. Wir unterhielten uns lange über Musik, Kunst und Leben. Ich verließ den Laden mit einem schweren Paket aus gut zwei Dutzend Schallplatten unter dem Arm.

Wie ich sie nach Hause bringen sollte, darüber hatte ich mir im Laden dummerweise keine Gedanken gedacht. Irgendwie habe ich es dann doch geschafft. Ich war damals nicht in Prag, meine tschechischen Freunde haben mir es später erzählt. Die Tschechen haben den Sowjets die Panzer auf den Straßen Prags im August 1968 nie verziehen.

Zumindest in der Zeit, bevor sich Karlovy Vary, das einstige Karlsbad, in eine russische Stadt verwandelte. Die Sowjets, damals allgemein mit Russen assoziiert, waren in fast allen Ländern Osteuropas unbeliebt. Überall dort also, wo es ihnen gelungen war, ihre kommunistische Tyrannei mit brutaler Gewalt und tückischen Tricks zu etablieren Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? diese Länder in Satellitenstaaten der Sowjetunion zu verwandeln.

Die Russen würden nun überall verfolgt. Einem Russen gehe es heute wie 1940 einem Juden in Berlin, singt ein russischer Rockmusiker. Was für ein monströser Vergleich. Was Hitler nicht gelungen ist, hat Putin vollbracht. Ist nun auch Mariupol dran? Der griechische Konsul Manolis Androulakis ist überzeugt: Es wird das Schicksal dieser Städte teilen. Das heißt: eine komplette Zerstörung durch den Krieg.

Er hat es ziemlich diplomatisch ausgedrückt. Dort hat er sich um die griechische Minderheit gekümmert.

Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

Die Menschen in Mariupol hoffen immer noch, dass der Grieche sich irrt. Dass seine Prophezeiung nicht eintritt. Nein, sie hoffen es eigentlich nicht mehr. Das Ende von Mariupol, wie wir es kennen, kommt immer näher.

Die Stadt wird ununterbrochen bombardiert und beschossen. Sie ist nur ein Punkt auf den Kriegskarten der russischen Generäle. Allerdings ein ganz spezieller Punkt.

Denn mit dem Krieg hat es nichts mehr zu tun. Es ist eine gezielte Tötung. Eine Rache dafür, dass Mariupol 2014 nicht gefallen ist. Dass der von Russland geplante und dirigierte Umsturz gescheitert ist. Dass es nicht gelungen ist, Mariupol damals zu erobern. Das Tagebuch der Fernsehjounalistin Nadija Suchorukowa kann man ohne Tränen in den Augen nicht lesen.

Man kann es überhaupt Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? lesen. Zu erschütternd die Szenen, zu grausam die Realität.

Die Stadt lebt nur noch in den Kellern. Zwischen den Bombenangriffen herrscht absolute Stille. Nur ein paar Leichen liegen auf der Straße, abgedeckt mit einem Mantel oder einer Jacke. Nach einem Raketeneinschlag auf dem Gelände der Feuerwehr sind mehrere Menschen gestorben. Einer Frau wurden ein Bein, ein Arm und der Kopf abgerissen. Nadija Suchorukowa träumt davon, dass ihre Körperteile am Körper bleiben, selbst nach der Explosion einer Bombe.

Noch vor einigen Tagen war sie fest überzeugt, dass sie sterben wird. Sie hat sich nur einen leichten Tod gewünscht. Wie auch Oksana Stomina ist ihr die Flucht aus der Stadt gelungen. Die anderen bleiben in der Hölle. Drittanbieter freigeben Die Nato erklärt immer wieder, welche Grenzen sie nicht überschreiten wird.

Eine Flugverbotszone über der Ukraine? Auch den Himmel über Mariupol kann man nicht schützen. Ja, aber nicht immer das, was dringend notwendig ist. Und nicht immer in dem Umfang, den man sich wünscht. Und es wird heftig darüber diskutiert. Selbst die Yachten der putintreuen russischen Oligarchen kann man nicht wirklich festzurren.

Es sein denn, einer hat es verpennt. Ansonsten haben die meisten millionenschweren Luxusschiffe längst Kurs auf andere Länder genommen. Der Westen leistet zwar wirklich massive Hilfe für die Ukraine. Und die Sanktionen treffen die russische Wirtschaft hart. Aber sie verhindern den Tod von unschuldigen Menschen nicht. Ein Kriegsverbrecher scheint eine Lizenz zum Töten zu haben. Ein Viertel der Bevölkerung des Landes. Die Hilfsbereitschaft in europäischen Ländern ist enorm.

Die Solidarität der einfachen Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? überwältigend. Die Ukrainerinnen und Ukrainer sind dafür sehr dankbar. Noch streitet man nicht darüber, welches Land wie viele Flüchtlinge aufnimmt. Und trotzdem: Das Ganze erinnert mich immer mehr an die Geschichte eines Drogenbarons, der ein Krankenhaus für Drogensüchtige baut. März, abends In seinem Roman schildert der ukrainische Autor viele skurrile Szenen, in denen sich die Realität zu verflüchtigen scheint. Der Leser taucht in eine unheimliche Fantasiewelt ein, die zugleich surreal und real, bizarr und von einem tiefen Sinn erfüllt ist.

Heute würde man so etwas virtuelle Realität nennen. Erfunden wurde sie von Schriftstellern, lange bevor die Computer unsere Welt simulieren konnten. Wie in anderen Büchern Zhadans spielt die Handlung im ukrainischen Osten, genauer gesagt — in dem nördlichen Teil des Donbass, wo der Autor geboren wurde.

So hieß die Stadt, als ich sie in den 1980er-Jahren zum ersten Mal besuchte. Damals trug sie ihren Namen zu Ehren von Kliment Woroschilow, einem sowjetischen Marschall und engen Vertrauten Stalins.

Der historische ukrainische Name der Stadt Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Luhansk. Seit 1990 trägt sie ihn wieder. Heute wird die Region durch russische Marionetten regiert, die seit 2014 einen Teil des Donbass besetzt halten. Sie haben vergessen, die Stadt erneut umzubenennen. Die Übersetzer hielten den Namen für unübersetzbar.

Also musste der Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? her. Tatsächlich handelt dieses Buch weder von Woroschilowgrad noch vom Jazz. Es ist ein Buch über Pflicht und Verwurzelung, Liebe und Schmerz, Glauben und Verzweiflung. Der ukrainische Originaltext ist 2010 entstanden, die deutsche Übersetzung kam zwei Jahre später auf den Markt. Es war lange vor der Annexion der Krim und dem von Russland angezettelten Krieg im Donbass.

Jemand, der das Buch einige Jahre später gelesen hat, musste seine fast prophetische Wirkung spüren. Eine Brücke, die zu einer Zäsur für den Protagonisten Hermann wird und sein Leben für immer verändert. Eine Eisenbahnlinie, die ins Nirgendwo führt, weil die Gleise von der Mitte in beide Richtungen gebaut, aber die Strecke nie fertiggestellt wurde.

Ein Privatzug, der dort ziellos hin und her tuckert. Eine Karawane von Tankwagen mit Schmuggelbenzin, die an der ukrainisch-russischen Grenze über die Gleise klettert. Bald werden dieser Route russische Panzerkolonnen und Militärgerät folgen. Und dann ist da noch dieses bizarre Fußballspiel, mitten in den Feldern, von Scheinwerfern beleuchtet.

Hermanns Mannschaft ist auf den ersten Blick real, auch wenn sich die Busreise zum Spiel surreal anfühlt. Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? später stellt sich heraus, dass es sich um eine Geistermannschaft handelt, ein Team, in dem Menschen spielen, die lange zuvor verstorben Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?.

Weniger als einen Monat nach dem russischen Überfall meldet die ukrainische Armee, dass sie bisher fünf russische Generäle getötet habe. Kein einziger Fall wird von Russland dementiert.

Einige Kommandeure sind selbst den russischen Quellen zufolge in der Ukraine gefallen. Inzwischen sind ein paar Seiten über die hohen Offiziere aus der russischen Wikipedia verschwunden. Weitere Einträge werden nun zur Löschung empfohlen. Wenn man noch die Obersten und Oberstleutnants dazu zählte, wären es bereits zwei.

Mit einer langen Bank von Ersatzspielern dazu. Sie könnten jetzt schon gegeneinander spielen. Wenn es weiter so geht, werden sie bald eine eigene Liga gründen müssen.

Besser hätten sie irgendwo hinter dem Ural tatsächlich Fußball gespielt. März, nachmittags An einem Nachmittag im Februar wurde ein sechzigjähriger Mann im Schlafzimmer seines Hauses tot aufgefunden. Er lag auf dem Rücken, seine Hände auf der Brust gefaltet. Seine Frau lag neben ihm, ebenfalls tot. Der Mann hatte einen Abschiedsbrief hinterlassen. Die Polizei stellte schnell die Einnahme von Gift als Todesursache fest. Der Mann nahm sich in der Nacht vom 22.

Einen Tag vor dem russischen Überfall auf die Ukraine.

Krieg in der Ukraine: Ein Tagebuch von Juri Durkot

Einen Tag und achtzig Jahre. Seit dreißig Monaten tobte der Zweite Weltkrieg. Seit neun Jahren waren in Deutschland die Nazis an der Macht. Der Name des Mannes war Stefan Zweig. Drittanbieter freigeben Das brasilianische Petrópolis, ab August 1940 die letzte Station seiner Exiljahre, mag ein malerischer und romantischer Ort sein.

Die Siedlung wurde von Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? aus Tirol in der ersten Hälfte des 19. Ich war nie in Petrópolis oder in Brasilien. Meine Kenntnisse über die Stadt, die etwa 65 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro in den Bergen von Serra dos Órgãos liegt, beschränken sich auf eine Kurzbeschreibung aus einem sowjetischen Buch über ein internationales Schachturnier, das dort 1973 ausgetragen wurde.

Über die deutschsprachige Gemeinde und Stefan Zweig stand im Buch kein Wort. Die engen Kehren der Serpentinen erinnerten den Verfasser an die Schwarzmeerküste im Kaukasus.

So konnte ich mir sie gut vorstellen. Für Zweig, einen überzeugten Pazifisten, muss es eher ein trauriger Ort gewesen sein, auch wenn er Brasilien wohlgesinnt war. Bereits 1934 verließ er Österreich und lebte zunächst in London und Bath im britischen Exil.

In seinem Abschiedsbrief schreibt Zweig, dass die Welt seiner eigenen Sprache Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

ihn untergegangen sei und seine geistige Heimat Europa sich selber vernichte. Für ihn war es das Ende der Zivilisation. Eine physische und eine geistige. Es wird auch im 21. Eine Entwurzelung für Frauen und Kinder.

Wie viele von ihnen werden den Glauben an die Welt verlieren? An die Welt von Gestern, wenn man Stefan Zweig noch einmal in Erinnerung ruft. In Russland ist eine freie intellektuelle Diskussion schon seit Jahren nicht möglich. In Europa kann man sich heute kaum eine Debatte vorstellen, die keinen Bezug auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nimmt. Selbst wenn man über die Zukunft der Kryptowährungen spricht. März, mittags Oksana Stomina ist die Flucht aus dem belagerten Mariupol gelungen.

Zusammen mit Zehntausenden anderer Zivilisten. Hunderttausende bleiben in der Stadt eingeschlossen. Die Bombardements gegen ununterbrochen weiter. Nun ist Oksana in Sicherheit. Ihr Mann habe darauf bestanden, dass sie die Stadt verlässt, schreibt sie auf Facebook.

Er ist geblieben, um Mariupol weiter zu verteidigen. Die ganze Zeit haben die Menschen dort gehofft, dass man etwas unternimmt, um den Himmel über der Stadt zu schützen. Oksana weiß nur, dass alle, die ihr geschrieben und für sie gebetet haben, für sie persönlich wie ein Schutzschild gewesen sind. Die Stadtverwaltung meldet mehr als 2. Zwischen 50 und 100 Bomben fallen täglich auf die Stadt. Das Hüttenwerk Asowstal am Asowschen Meer sei total zerstört.

Es wird keine Entschwefelungsanlage mehr brauchen. Sie wird darüber später schreiben. Vorerst muss sie sich ein neues Notebook anschaffen. Bei der Flucht hatte sie nur Jacke, Pulli und Hose an, die sie die ganze Zeit dort getragen hatte. Tagsüber hat sie als freiwillige Helferin gearbeitet, die Nächte im Schutzkeller verbracht.

Früher hat Oksana schöne Gedichte geschrieben. Ich weiß nicht, ob sie nach 23 Tagen im belagerten Mariupol weiter Gedichte schreiben wird. März, mittags Heute Nacht wieder Fliegeralarm in Lemberg. Diesmal begleitet von heftigen Detonationen. Zum ersten Mal fallen die russischen Raketen auf das Stadtgebiet. Getroffen wurde ein Reparaturwerk für Jagdflugzeuge und Jagdbomber sowjetischer Bauart, das Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

unweit des Zivilflughafens befindet. Laut offiziellen Angaben ist dabei eine Person verletzt worden. Der Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? selbst sei nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Bis zur Innenstadt waren es nur knapp acht Kilometer. Quelle: Getty Images Bundeskanzler Scholz twitterte gestern, dass es inakzeptabel sei, die Russischstämmigen in Deutschland zu beschimpfen und zu beleidigen. Denn es sei Putins Krieg. Er allein habe ihn zu verantworten.

Und was ist mit den russischen Generälen, die Befehle erteilen, Zivilisten zu bombardieren und ganze Städte in Schutt und Asche zu legen? Was ist mit russischen Offizieren, die ihre Kampfjets und Bomber gegen Wohnhäuser und zivile Infrastruktur fliegen? Wie sieht es mit russischen Propagandisten aus, die seit Jahren ihre Hasstiraden gegen die Ukrainer und den Westen versprühen? Die in Talkshows darüber sinnieren, wie Russland nach der Ukraine auch westliche Länder, vor allem das Baltikum und Polen, militärisch angreifen wird?

Die auf einer Europakarte in Fernsehanimationen zeigen, wie russische Raketen Berlin in wenigen Minuten erreichen? Was Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

man über die Kulturschaffenden und Wissenschaftler sagen, die bereits 2014 in einem untertänigen Appell die Annexion der Krim und Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? russischen Krieg im Donbass gerechtfertigt haben? Wie ist es tatsächlich um die Russischstämmige in Deutschland bestellt, die größtenteils Putin anbeten und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gutheißen? Was ist mit dem aggressiven großrussischen Chauvinismus generell? Mit Neonazis, die von dem Regime nicht nur toleriert, sondern auch heimlich gepflegt werden?

Die russische Redaktion von Radio Liberty hat gestern die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die von nicht namentlich genannten unabhängigen russischen Meinungsforschern durchgeführt wurde. Kein Wunder, wenn drei von vier Russen ihre Informationen aus dem Fernsehen bekommen. Und viele Menschen, die anders denken, haben das Land bereits verlassen. Es ist bei weitem nicht nur Putin, der den Ukrainern und ihrem Land das Existenzrecht abspricht. Natürlich trägt Putin die größte Verantwortung für den russischen Angriffskrieg.

Er ist der Kriegsverbrecher Nummer eins. Ohne ihn hätte es den russischen Überfall womöglich nicht gegeben. Nur: Er ist nicht allein. Nichts kann ferner der Realität sein. Jemand, der das behauptet, versteht nicht, wie eine Diktatur funktioniert.

Er hat aus der Geschichte nichts gelernt. Verantwortet wirklich nur Stalin die schlimmsten Verbrechen des Stalinismus? Den Holodomor in der Ukraine? War der von den Nazis entfachte Zweite Weltkrieg wirklich nur Hitlers Krieg? Die Propaganda-Maschine im Dritten Reich hat nur wenige Jahre gebraucht, um die Deutschen auf den Krieg vorzubereiten. Im Putinschen Russland hat es nur unwesentlich länger gedauert.

Selbstverständlich ist es inakzeptabel, unschuldige Menschen anzupöbeln. Beleidigungen und körperliche Angriffe sind generell kein richtiges Mittel. Aber die Frage bleibt: Wie viele sind wirklich unschuldig? Die Tatsachen nicht zu erkennen, ist entweder fatale Blindheit oder sträfliche Ignoranz.

Erstaunlich ist nur, dass beides auch heute noch die Augen vieler deutscher Politiker verschließt. März, morgens Was denkt der Pilot eines Bombers vor dem Start? Was denkt er, bevor er auf den Knopf drückt und die Bombe abwirft? Wenn er weiß, dass da unten in dem Gebäude Hunderte von Menschen sitzen?

Zuckt sein Finger für einen Moment, vielleicht nur ganz kurz? Denkt er womöglich über seine Frau und Kinder nach?

Über Kinder, die unten in den Ruinen sterben werden? Für den vor etwa zehn Tagen abgeschossenen Killerpiloten von Tschernihiw waren die Wohnhäuser nur Ziele mit vorgegebenen Koordinaten. Und für den Killerbomber von Mariupol?

Der Pilot, der gestern Abend die schwere Bombe auf das Theater in Mariupol abgeworfen hatte, musste wissen, dass dort unten Menschen waren. Deutlich auf den Satellitenbildern zu sehen. Es kann nicht sein, dass der Pilot es übersehen hat. Etwa eine Stunde vor dem Angriff wurde aus dem Theater ein Hilferuf gepostet.

Niemand glaubt hier, dass die kurz danach abgeworfene Bombe ein Zufall war. Drittanbieter freigeben Genauso hat Russland in Tschetschenien und Syrien gehandelt. Man habe dort Terroristen und Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Islamisten bekämpft, hieß es zur Begründung. Nun bombardieren russische Piloten Mariupol und Charkiw, wo die meisten Menschen dieselbe Sprache sprechen wie sie. Keine Terroristen und keine Islamisten. Der systematische Terror gegen die Zivilbevölkerung gehört zum Standardrepertoire von Diktatoren.

Aber versucht bitte alles, um eine Flugverbotszone über Mariupol einzurichten. Damit mehr Hilfe kommt, damit die Bombardements zumindest für eine Weile aufhören. Aber was kann ich tun? Ich kann höchstens zusammen mit meinem Freund ein paar Bilder über die monströse Blockade von Mariupol machen, damit möglichst viele Menschen in der ganzen Welt darüber erfahren.

Vielleicht haben wir Glück und für jemanden, der einflussreich und mächtig ist, wird die Bitte meiner Mutter das letzte Argument sein, um den Himmel über Mariupol auf eine von vielen möglichen Arten zu schützen. Vielleicht beenden doch Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

kleiner Anstrengungen Kriege? Inzwischen seien 80 bis 90 Prozent der Gebäude von Mariupol nach Bombardierungen zerstört oder beschädigt worden, sagt der stellvertretende Oberbürgermeister Serhij Orlow.

Heute morgen fing man an, die Trümmer des Theaters wegzuräumen. Einige Menschen kamen aus den Kellern heraus. Die schweren Mauern der Schutzkeller hatten gehalten. Wie viele Menschen starben, ist bisher unklar.

März, vormittags Zum ersten Mal war ich vor knapp dreißig Jahren in Mariupol. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber es muss etwa 1993 gewesen sein. Wie viele Dinge im Leben war es ein purer Zufall. Jemand vermittelte mir den Kontakt zu einer deutschen Firma, die einen Auftrag von einem Hüttenwerk in Mariupol bekommen hatte.

Ich hatte keine Ahnung von Stahlproduktion. Die deutschen Ingenieure hatten keine Ahnung von der Ukraine. Wir passten gut zueinander und wurden bald gute Freunde.

In den folgenden zwei Jahren war ich mindestens ein Dutzend Mal in der Stadt Mariens. Die Anreise war damals ziemlich angenehm und abenteuerlich zugleich.

Ein paar Mal in der Woche gab es einen Flug mit einer Zwischenlandung im zentralukrainischen Tscherkasy. Die alte An-24 musste nachtanken. Um nachtanken zu können, schleppten die Piloten kleine Kofferchen voller Geld mit. Bezahlt wurde an Ort und Stelle direkt in bar. Dass jemand eine Rechnung begleichen würde, glaubte damals keiner. Nach dem Zerfall der Sowjetunion ging die Wirtschaft steil den Bach runter.

Oft waren wir weniger als zehn Fluggäste in der Maschine. Beim Rückflug sah es genauso aus. Manchmal war man sogar mit dem Rückenwind etwas schneller am Ziel. Einmal in Mariupol, zweimal in Tscherkasy. So war Tscherkasy eine zeitlang die ukrainische Stadt, die ich am häufigsten besucht habe. Unsere Gastgeber im Hüttenwerk waren sehr gastfreundlich, wir wurden fast rund um die Uhr betreut. Die Betreuung bestand überwiegend darin, dass wir ständig zu irgendwelchen Feten und Saufgelagen eingeladen wurden.

Am Morgen danach servierte uns das Personal in der Chefkantine Bratkartoffeln und fettiges Fleisch zum Frühstück. Wir konnten es kaum essen. Das Personal fühlte sich beleidigt. Sie hielten uns für verdammte Schwächlinge aus dem dekadenten Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?.

Unsere Aufgabe in Mariupol bestand darin, den Einbau einer Entschwefelungsanlage an einem der Hochöfen vorzubereiten. Es war nicht einfach, nach einer Fete am Hochofen zu arbeiten. Die Ingenieure trafen die strategische Entscheidung, dass nur einer von den beiden hinginge, nämlich derjenige, der am Vorabend weniger getrunken hatte. Ich musste jeden Tag hin, um die technische Kommunikation und die allgemeine Völkerverständigung zu ermöglichen.

Gar nicht zu trinken war keine Option, da hätte die Entschwefelungsanlage nicht funktioniert. Unser Hotel war ein alter sowjetischer Kasten, unfreundlich und unpersönlich. Man musste sich an der Rezeption unter den strengen Blicken der kaltherzigen Empfangsdamen ständig ausweisen. Es gab wohl keine anderen Hotels in der Stadt. Oder vielleicht war es einfach das beste. Damals waren wir zu jeder Jahreszeit in Mariupol — im Frühjahr wie im Herbst, im Sommer wie im Winter.

Einmal sah ich dort sogar Schnee — eine ziemliche Seltenheit für die Hafenstadt am Asowschen Meer. Der Schnee war nicht weiß, er war bräunlich, rostfarben. So fiel er schon vom Himmel. Das kam vom Eisenerz, feinste unsichtbare Partikel davon mussten wohl überall in der Luft schweben. Und dann noch dieser Geruch.

Eine Mischung aus Eisenerz und Meeresluft, leicht ätzend. Auf jeden Fall anders, als in anderen Städten mit großen Stahlwerken. Das konnte ich aber erst später feststellen. Den Geruch erkannte ich sofort, als ich 2018 wieder nach Mariupol kam. Fünfundzwanzig Jahre lang schlummerte er irgendwo in der hintersten Ecke meines Gehirns, um dann bei der ersten Gelegenheit sofort abgerufen zu werden.

Manchmal sind Gerüche stärker als Bilder. Auch diesmal war die Anreise recht abenteuerlich, obgleich weniger angenehm. Einen Flug gab es nicht mehr, wir mussten über Kiew nach Dnipro fliegen und dann mit dem Auto weiterfahren. Von dort brauchten wir fast zwölf Stunden für knapp vierhundert Kilometer. Bei der Einfahrt in die Stadt wurde unser Kleinbus am Checkpoint kontrolliert.

Seit vier Jahren herrschte Krieg im Donbass. Mariupol war eine Frontstadt, die Frontlinie verlief weniger als dreißig Kilometer östlich entfernt.

Am frühen Morgen waren wir im Hotel. Inzwischen gab es mehrere Hotels in Mariupol. Diesmal hieß unser Hotel Poseidon, es war ein weiß gestrichenes Gebäude im Pseudokolonialstil. Das Haus stand seinem Namen entsprechend zwar nicht direkt im Meer, aber doch ziemlich nahe daran. Vom Strand trennten uns nur eine breite Straße und Eisenbahngleise.

Die Strecke wurde entlang der Küstenlinie gebaut, um Eisenerz zum und Stahl vom Hüttenwerk zu transportieren. Die Silhouette der gewaltigen Anlage konnte man in der Ferne im feinen Dunst erkennen. Baden sollte man an diesem Strand lieber nicht, sagte mir ein Taxifahrer, das Wasser ist nicht sauber, das Stahlmonster zu nahe.

Die Einheimischen gingen normalerweise an einer etwa zwanzig Kilometer westlich gelegenen Stelle ins Wasser, wo eine Landzunge weit ins Meer hinausragt. Wir wagten es zumindest, die Hosen umzukrempeln und im seichten Wasser herumzutrampeln.

Seit der Sowjetzeit prägten Mariupol zwei gigantische Werke — das eine war aus der Zusammenlegung zweier verstaatlichter Anlagen Anfang der 1920er-Jahre entstanden, das andere war während der großen Industrialisierung in den 1930ern neu gebaut worden. Danach wurden hier bis zu sieben Prozent der gesamten sowjetischen Stahlproduktion erzeugt. In jenem Frühherbst 2018 beherbergte Mariupol eine Gruppe ukrainischer und deutscher Schriftsteller, die in die Hafenstadt für Lesungen, Austausch und Diskussionen angereist waren.

Eine schöne Metapher für die Funktion von Literaten aus verschiedenen Ländern. In Mariupol redeten wir auch über andere Brücken, die nicht verbinden, sondern vor allem trennen. So wie die von Russland neulich errichtete Brücke von Kertsch, die durch ihre absichtlich gewählte Bauart das Einlaufen großer Handelsschiffe in die ukrainischen Häfen am Asowschen Meer unmöglich machte.

Diese wirtschaftliche Blockade war damals in den westlichen Medien kaum ein Thema, obgleich sie das Umschlagvolumen im Hafen von Mariupol um ein Drittel schrumpfen ließ. Was dreieinhalb Jahre später passieren würde, konnte man sich damals nicht in den schlimmsten Träumen vorstellen. Jahrhunderts war Mariupol vor allem griechisch und jüdisch geprägt. Nach dem bolschewistischen Umsturz 1917 ging der Anteil beider Gruppen deutlich zurück.

Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt fast zwei Jahre lang von den Truppen der Wehrmacht besetzt. Fast die gesamte jüdische Bevölkerung, die in den 20er-Jahren immerhin noch etwa elf Prozent der Einwohner ausgemacht hatte, fiel dem Holocaust zum Opfer. Von der Synagoge war 2018 nur noch eine Ruine zu sehen, die Reste der Außenmauer ragten verwaist in den Himmel. Durch die Fensterhöhlen wuchsen Bäume. Nun wird Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Stadt seit Wochen von der Armee eines Landes rücksichtslos bombardiert.

Zwischen September 1939 und Juni 1941 war die Sowjetunion fast zwei Jahre lang ein Partner von Nazi-Deutschland. Damals lieferte die Sowjetunion Treibstoff für deutsche Panzer, Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? in Richtung Paris fuhren. Heute liefert Russland Erdöl für Westeuropa. Der Westen schaut zu und kann sich nicht entschließen, dieses Blutbad zu stoppen.

Wenn man die Bilder aus Mariupol sieht, kann man fast den Geruch dieser Stadt spüren. Sie riecht nicht mehr nach Eisenerz. Es ist der Geruch von brennenden Häusern, von aufsteigendem Qualm, von verkohlten Leichen, von Wracks zerstörter Panzer. Immer noch vermischt mit Meeresluft. März, mittags Eigentlich müssen Akim und Sascha schon in Polen sein.

Die achtjährige Margarita ebenfalls — noch vor paar Tagen lag sie auf dem Bett der Leukämie-Station in Lemberg und spielte an ihrem Handy herum. Sie trug ein buntes Kopftuch, nach der Chemotherapie waren ihr die Haare ausgefallen. Bei weitem nicht die schlimmste Nebenwirkung, meinen die Ärzte.

Bis zuletzt wurde Margarita in dem zerbombten Kinderkrankenhaus in Kiew behandelt. Nach mehreren Tagen im Keller gelang die Flucht.

An die Infusionen war nicht mehr zu denken, die Kleine musste auf Tabletten umsteigen. Ein großer Plastikbehälter mit zwei Dutzend verschiedener Medikamente lag oben auf ihrem Bettschrank. Blutwerte zu kontrollieren, ging wochenlang nicht. Nun wird sie mit der Therapie neu anfangen müssen. In Polen oder in einem anderen Land. Quelle: dpa Wenn bei einem Kind ein Tumor entdeckt wird, bemühen sich viele Eltern verzweifelt um eine Behandlung im Ausland.

Das war schon vor dem Krieg so. Auch wenn die Ärzte in Lemberg behaupten, sie würden die gleichen medizinischen Protokolle anwenden und die gleichen Medikamente verabreichen. Die Versorgung sei in den letzten Jahren immer gut gewesen, und die Genesungsrate sei mit der im Westen Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?. Womöglich gilt das nur für einige wenige Krankenhäuser in der Ukraine. Womöglich gilt das vor allem für Leukämie.

Ich weiß nur, dass Eltern sich das Beste für ihr krankes Kind wünschen und nach jeder Gelegenheit suchen, es in einem europäischen Land behandeln zu lassen. Zu normalen Zeiten haben sie kaum eine Chance. Krebstherapien sind extrem teuer, nur in Ausnahmefällen gelingt es, die notwendigen Geldmittel aufzutreiben; die Kosten gehen meistens in die Hunderttausende.

Der Krieg hat alles verändert. Nun werden Dutzende oder sogar Hunderte von krebskranken Kindern nicht nur kostenlos in Europa behandelt, sie werden auch in auf einzelne Tumorarten spezialisierte Krankenhäuser eingeliefert. Diese Kinder und ihre Eltern haben nun die Hoffnung auf einen Neuanfang. Andere Menschen haben sie dagegen nicht mehr — sie sind nach dem Beschuss durch russische Artillerie und Raketen tot.

Die perverse Logik des Krieges. Mindestens zwölf Menschen sind dabei gestorben, 34 wurden verletzt. Dann wird sie kein Kopftuch mehr tragen müssen. März, vormittags Habt ihr schon mal versucht, eine intravenöse Infusion in einem Keller zu bekommen?

Macht man normalerweise nicht, oder? Man kann sich es kaum vorstellen. Es sei denn, man ist Krebspatient und befindet sich gerade in einer Behandlung. Die Chemotherapie muss fortgesetzt werden, Unterbrechungen können einen herben Rückschlag bedeuten. Für Ärzte und das medizinische Personal in ukrainischen Kliniken ist es unglaublich schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Bei krebskranken Kindern umso mehr. Wohin mit den Patienten während eines Fliegeralarms? Soll man sie vom Tropf nehmen?

Sollen die Kinder in den Luftschutzkeller? Und wenn sie nach der Chemotherapie so geschwächt sind, dass sie gar nicht selbst laufen können?

Manchmal entscheidet man sich, unter einer dicken tragenden Wand Schutz zu suchen. Dann müssen die Eltern unterschreiben, dass sie einverstanden sind. Die Bürokratie funktioniert auch im Krieg. Quelle: dpa Charkiw, Sumy, Kiew, Tschernihiw — überall dieselben Geschichten. Städte, die unter Beschuss stehen. In Kiew wurde ein Kinderkrankenhaus getroffen. Ein Kind tot, zwei weitere Kinder und zwei Erwachsene verletzt. Alle Fenster in den ersten Etagen sind rausgeflogen.

Selbst in Lemberg ist kaum eine vernünftige Therapie mehr möglich. Auch wenn in der Stadt bisher Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Raketen eingeschlagen sind, gibt es hier ständig Fliegeralarme. Zwei oder drei in der Nacht, dazu paar Mal tagsüber. Nach dem Anschlag auf das nahegelegene militärische Übungsgelände fühlt man sich auch hier nicht mehr sicher. Für Krebspatienten besteht noch eine andere Gefahr: Nach der Chemotherapie ist ihr Immunsystem so geschwächt, dass sie leicht eine Infektion einfangen können.

Auch wenn das große regionale Kinderkrankenhaus in Lemberg in den letzten Jahren renoviert wurde, sind seine Keller nicht dazu geeignet, krebskranke Kinder zu beherbergen. So hat man beschlossen, sie nach Polen zu evakuieren.

Nun kommen hier wiederum Kinder aus dem Osten an. Aber auch für sie ist es nur eine Zwischenstation. Sie werden ebenfalls nach Polen weiterfahren. Von dort sollen sie in spezialisierte Kliniken in ganz Europa eingeliefert werden. Die Station für leukämiekranke Kinder liegt im zweiten Stock. Weißgestrichene Wände, darauf ein paar Kinderbilder. In jedem Krankenzimmer zwei Betten. Für vier Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

etwas eng, aber es ist ein Provisorium. Alle haben die letzten Tage fast nur noch im Keller verbracht. Heute zum ersten Mal geduscht.

Wenn sie ihre Geschichten erzählen, können sie die Tränen kaum zurückhalten. Die Reise im Evakuierungszug war für die beiden noch recht komfortabel: Sie waren nur zu neunt in ihrem Abteil. Sascha aus Charkiw ist nur ein Jahr älter als Akim. Er sitzt auf dem Bett, Mund und Nase sind von einer schwarzen Maske abgedeckt. Seine Stimme zittert vor Tränen, als er sagt, dass Putin in der Hölle schmoren möge.

März, morgens Schon wieder ein Fliegeralarm in der Nacht. Etwas später kann man Detonationen in der Ferne hören. Zum ersten Mal höre ich sie direkt, nicht im Fernsehen. Die englischsprachige berichtet über einen Luftangriff auf Lemberg. Ich mache das Fenster auf. Kein Qualm, kein Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?, kein Geruch von Verbranntem.

Erst langsam trudeln die Nachrichten ein. Kaum zwanzig Kilometer Luftlinie bis zur polnischen Grenze. Als ich das schreibe, wird über 35 Tote und 134 zum Teil schwer Verletzte berichtet.

Die Zahlen wurden schon zweimal nach oben korrigiert. Bis dieser Text veröffentlicht wird, werden es womöglich mehr sein.

Es ist vorerst unklar, ob auch Zivilisten getötet wurden. Meldungen zufolge haben russische Flugzeuge vom Schwarzen Meer aus über dreißig Marschflugkörper abgeschossen, mindestens acht davon sind eingeschlagen. Der Krieg rückt immer näher.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Lemberg dreimal bombardiert. Zweimal von der deutschen Luftwaffe, einmal von der Roten Armee. Bei jedem Bombardement stand die Stadt jeweils unter Kontrolle einer anderen Verwaltung. Die ersten Bomben fielen gleich am Kriegsanfang.

Die Ziele der Luftwaffe waren Bahnhöfe, der Flughafen und das Postamt. In den nächsten Tagen wurden der Hauptbahnhof Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? der Flughafen immer wieder bombardiert.

Die Stadt war weitgehend schutzlos: keine Flugabwehr, keine Flugzeuge. Die polnische Militärführung hatte sich bei ihren Kriegsvorbereitungen auf die Verteidigungslinien im Westen konzentriert. Mit einem schnellen Angriff auf eine Stadt weit im Osten des Landes hatte man nicht gerechnet.

Nach dem Einmarsch der Roten Armee in Galizien war der polnische Widerstand endgültig gebrochen. Der im August 1939 unterzeichnete Hitler-Stalin-Pakt hatte das Schicksal von Osteuropa besiegelt. Im Juni 1941 fielen wieder Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Bomben. Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

war Lemberg Teil der Sowjetunion. Die Bombardements waren wesentlich schwerer als zweiundzwanzig Monate zuvor. Etliche Häuser im Zentrum wurden schwer beschädigt, einige verschwanden Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? immer aus dem Stadtbild. Wie durch ein Wunder wurden die zwei wichtigsten Bauten auf dem Hauptboulevard — die Oper und das Nationalmuseum — nicht zerstört. Nach wenigen Tagen flohen die Sowjets. In Lemberg und in anderen Städten Galiziens hatten sie tausende Leichen von brutal ermordeten politischen Gefangenen hinterlassen.

Ende Juli 1944 wurde Lemberg zum dritten Mal bombardiert. Als Hauptstadt des Distrikts Galizien gehörte es nun zum Generalgouvernement. Die Rote Armee war auf breiter Front im Vormarsch.

Nach dem Kessel von Brody gab es keine schweren Kämpfe um Lemberg. Trotzdem wurden mehrere Häuser und Straßenzüge von Bomben zerstört. Die Bilanz ihrer dreijährigen Besetzung in Ostgalizien: Hunderttausende ermordete Juden, Millionen Tote und Verschleppte, Abgründe der Gewalt. Die Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? wurde von der Nazi-Herrschaft befreit und fiel dem anderen Diktator in die Hände. Heute wissen die meisten Einwohner und Touristen gar nicht mehr, dass Lemberg damals bombardiert wurde.

Die mittelalterliche Innenstadt hat den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden, die historische Bausubstanz ist erhalten geblieben. Hier und da steht an der Stelle, wo die Bomben eine Lücke gerissen haben, ein sowjetisches Baumonster. Quelle: dpa Wird Lemberg achtundsiebzig Jahre nach dem letzten Bombardement nun Raketenangriffe erleben?

Man denkt immer wieder über geschichtliche Parallelen nach. Ein nicht bis zum Letzten entschlossener Westen. Ein unbedeutender Gefreiter aus dem Ersten Weltkrieg.

Ein unbedeutender Agent aus dem Kalten Krieg. Man lernt nicht wirklich was aus der Geschichte. Die Menschheit hat offenbar noch nie fleißig aus der Geschichte gelernt.

Jack Wolfskin

Die deutschen Reporter berichten über die Ängste der Bevölkerung vor einem Luftangriff auf Lemberg. Die Bevölkerung diskutiert über die Ängste deutscher Reporter. März, nachmittags Meine Großtante flocht Einkaufsnetze. Sie waren aus Baumwolle, engmaschig, grün oder dunkelblau, und einst ziemlich beliebt. Leicht, aber belastbar, passten sie zusammengerollt in jede Damentasche.

Ein perfektes Netz für Zufallskäufe, auch wenn sich darin das Gekaufte ständig verfing und für Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? sichtbar war. Man konnte ja nie wissen: Vielleicht fand man unterwegs mit viel Glück etwas Exotisches? Orangen gab es damals nur in Moskau. Die Großtante war ihr ganzes Leben herzkrank und konnte weder in einer Fabrik noch im Büro arbeiten. Ganz ohne Arbeit durfte sie allerdings nicht einfach zu Hause herumsitzen.

In der Sowjetzeit herrschte ja Vollbeschäftigung. So lieferte der Staat meiner Tante das Garn und nahm die fertig geflochtenen Taschen ab. Keine Ahnung, wie viele es waren. Pro Woche, pro Monat, pro Jahr? Ob auch Herzkranke eine Norm erfüllen mussten?

Ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall bekam sie sogar ein paar Kopeken für jede Tasche. Das Bild, wie meine Tante auf dem Sofa sitzt, mit ihren Netzen beschäftigt, kam mir plötzlich in Erinnerung, als ich gestern in einer Kinderbibliothek vorbeischaute. Kinder waren dort keine zu sehen, aber viele Bücher.

Und viele junge Frauen und Männer. Nicht so engmaschig wie die Tragetaschen. In einem Raum werden die Fäden in einem Knotengitter auf einen großen Holzrahmen gespannt, in einem anderen werden Bänder aus grünem Stoff unterschiedlicher Farbtöne geschnitten. Man muss nur noch die Bänder in das Gitter hineinflechten. So sieht ein Tarnnetz aus, hergestellt von freiwilligen Helfern.

Abnehmer: ukrainische Soldaten an der Front. Quelle: Europa Press via Getty Images Die Bibliothekarin zeigt mir ein paar Bilder.

Von Kindern für die Soldaten gemalt. Sie werden zusammen Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? den Netzen verschickt. Ein kleines Mädchen aus Charkiw hat ihre Stadt gemalt, wie sie vor den Zerstörungen ausgesehen hat.

Die Häuser stehen noch unbeschädigt da, aber der Himmel darüber leuchtet rot. Vielleicht ist es nur die Stadt bei Sonnenuntergang. Oder eine düstere Vorahnung davon, was passieren wird. Eine ältere Dame, wahrscheinlich eine Oma, fragt am Empfang nach einem Buch von Charles Perrault.

März, abends In unserer Schulzeit waren wir ganz normale Kids. Meistens fröhlich und unbekümmert, manchmal traurig und verzweifelt, selten böse und grantig. Wie alle Jungs und Mädels in der Pubertät. In den Pausen spielten die Jungs Fußball, die Mädchen hüpften auf einem Bein von einem Quadrat zum anderen. Die Quadrate, mit der weißen Kreide auf dem Asphalt gezeichnet, bildeten zwei parallele Reihen. Es war eine Variante von Himmel und Hölle. Es gab Lehrer, die wir mochten; den anderen spielten wir ab und zu einen Streich, übertrieben es aber nicht.

An Monster und Diktatoren kann ich mich nicht erinnern. Die Lehrer waren verpflichtet, uns mit sowjetischer Propaganda zu indoktrinieren. Sie taten es eher halbherzig. Wir wussten alle, dass man nicht offen sagen darf, was man denkt. Dass man über bestimmte Dinge nur zu Hause redet, und selbst dann im Flüsterton, damit die Nachbarn nichts mitbekommen.

Deswegen mussten wir im Sportunterricht das Werfen von Handgranaten üben. Ok, es waren nur Attrappen. An Weihnachten und Ostern wurden wir in die Schule beordert, um Schießübungen mit dem Luftgewehr zu absolvieren. Handgranaten und Gewehre als Friedensbringer. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Für Alltagsvokabular bot das Schulprogramm wenig Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?. Ich stellte mir vor, ich stünde verloren in Leipzig oder in Weimar und müsste nach dem richtigen Weg fragen.

Da hätte ich Goethe zurate ziehen müssen. Dass ich nach Hamburg oder München kommen könnte, also in die Bundesrepublik, lag damals außerhalb meiner Vorstellungskraft. Uns allen schien es, als würde die Sowjetunion ewig existieren. Ich kam weder nach Leipzig noch nach Weimar. Meine erste Auslandsreise überhaupt führte mich ein halbes Jahr nach dem Zerfall der Sowjetunion nach Wien.

Bei meinem ersten Kontakt mit Deutschen war ich schon Student. Es war ein internationaler Motocross-Wettbewerb Ende April 1986. Das Wetter war prächtig, keine einzige Wolke zu sehen. Wir wussten nicht, dass zwei oder drei Tage zuvor ein Reaktorblock in Tschernobyl explodiert war.

Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

Die Jungs interessierten sich nicht wirklich für Goethe. Einmal in der Woche hatten wir in beiden letzten Schuljahren Wehrkundeunterricht. Ein pensionierter Major brachte uns die theoretischen Fragen der sozialistischen Landesverteidigung bei. Dazu mussten wir lernen, wie man eine Gasmaske aufzieht, und wie man eine Kalaschnikow auseinandernimmt und wieder zusammensetzt, ohne dass irgendwelche Teile übrig bleiben.

Wir nahmen es nicht wirklich ernst, sagten es aber nicht laut. In dem Raum, wo wir früher Wehrkundeunterricht hatten, lebt heute eine Lehrerin mit zwei Kindern. Die Familie ist aus Charkiw geflüchtet. Die Frau sah, wie das Schulgebäude in Flammen stand. In allen anderen Klassenräumen sind ebenfalls Flüchtlingsfamilien untergebracht worden. Es gibt vierunddreißig Klassenräume in dieser Schule. Es gibt 140 Schulen in Lemberg.

Märzabends Ingwer, Zitrone, Orange, Honig. Verpackt wird die dickliche, süßsaure und leicht scharfe Masse in Plastikbehälter, die zusätzlich in eine Lebensmittelfolie eingewickelt werden. Es ist ein Energy-Drink, der an ukrainische Soldaten verschickt wird, die an der Front kämpfen. Es gibt auch andere Rezepte, zum Beispiel für Vitaminriegel. Man nehme jeweils 200 Gramm Dörrpflaumen und getrocknete Aprikosen, dazu jeweils 100 Gramm gebratene Erdnüsse und Rosinen. Leinsamen, Sesam, Haferflocken und Honig dazu geben.

Die Früchte für 10 bis 20 Minuten ins warme Wasser legen. Wasser abgießen, die Früchte kurz trocknen lassen und in einem Mixer zerkleinern, bis eine breiartige Masse entsteht. Nüsse, Haferflocken und Honig hinzugeben. Einen Riegel formen, in Leinsamen und Sesam Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?, in Folie einwickeln und für eine Stunde in Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Kühlschrank stellen. Quelle: Juri Durkot Ein großer Fleischwolf steht auf dem Tisch, ein anderer noch nicht ausgepackt auf dem Fußboden.

Etwa ein Dutzend Frauen stehen in der Küche und den zwei Nebenräumen eines Priesterseminars. Alle sind freiwillig hier, die meisten kommen jeden Tag für mehrere Stunden. Manche bringen von zu Hause gebackene Kuchen, eine Art Stollen, mit. Alles wird sortiert und in Kisten verpackt. Es ist wohl die größte Produktionsstätte von handgemachten Energiedrinks und Vitaminrollen in der Stadt.

Leinsamen, Nüsse, Früchte und Honig kommen aus der gesamten Region. Von einfachen Menschen gekauft und geliefert. Bis zu 150 Kilogramm vitaminreicher Kost werden hier täglich produziert. So bekommen die Soldaten zusätzlich zu ihrer Ration einen Vitamin- und Energieschub. Noch am selben Tag holen andere Helfer die Energiepakete ab und verschicken sie an die Front.

Darauf ist das Verfallsdatum zu sehen: Februar 2015. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der lösliche Kaffee darin noch genießbar ist. März, abends Manche Geschichten sind so schön, dass man ihnen einfach glauben will. Auf jeden Fall in Kriegszeiten. Ob sie wahr sind, lässt sich nicht überprüfen.

Wenn Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?, dann ist es ukrainische Mundpropaganda. Dafür gibt es ja bekanntlich Facebook. Dort ist folgende Anekdote zu lesen. Vier russische Panzer fahren in ein Dorf in der Region Sumy im Nordosten der Ukraine ein. Die Bauern verstecken sich in ihren Häusern. Sie beobachten, wie russische Soldaten Treibstoff aus zwei Panzern ablassen und in die Tanks der beiden anderen einfüllen.

Offenbar haben sie nicht sehr viel Treibstoff, die Nachschubprobleme sind allgemein bekannt. Zwei Panzer fahren los, um irgendwo Diesel aufzutreiben. Weit und breit niemand zu sehen. Die Bauern kommen aus ihren Verstecken und befestigen ukrainische Fahnen an den Panzertürmen.

Eine Weile später tauchen die beiden anderen Panzer wieder auf. Vielleicht haben sie in Russland getankt, die Grenze ist nicht weit weg. Sie sehen die ukrainischen Fahnen in der Ferne und fangen an zu schießen. Die Bauern beobachten die Panzerschlacht aus den Kellern. Die russischen Panzer fahren näher heran, sehen, was sie angerichtet haben. Freuen sich wohl nicht besonders darüber.

Aber das Straßenschild mit der entsprechenden Warnung hat man dort schon vor Tagen entfernt. Einer der Panzer fährt weiter und fällt zusammen mit der Brücke in den Fluss. Der letzte Panzer landet kurz danach beim Versuch zu wenden in einem tiefen Graben. Die drittstärkste Armee der Welt kämpft tapfer weiter. März, vormittags Der Fernsehjournalist Oleh ist seit über achtundvierzig Stunden unterwegs.

Er versucht, seine Familie in Sicherheit zu bringen. Ein Freund hat ihm ein Auto geliehen. In dieser Situation ist das eigentlich ohne eine Rückgabegarantie. Das Abenteuer begann vor zwei Tagen am frühen Morgen in Kiew.

Als Oleh die Koffer zum Auto brachte, stellte er fest, dass jemand ein Loch in einen Reifen gebohrt hatte. Ein Reserverad gab es im Auto nicht. Ein Reifenservice war nicht in Sicht. Er hatte Glück, dass ein Bekannter von ihm eine Werkstatt betreibt.

Selbstverständlich war sie zu, keine einzige Autowerkstatt hat derzeit in Kiew geöffnet. Aber Oleh konnte er helfen, der Reifen wurde notgeflickt. Seine Frau und seine Tochter will Oleh bei den Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? in der Nordwestukraine unterbringen, in Lutsk. In normalen Zeiten braucht man für die Reise von Kiew nach Lutsk etwa vier bis fünf Stunden, es sind etwas mehr als 400 Kilometer. Es sind keine normalen Zeiten. Die Straße ist von kaputten russischen Panzern und Militärfahrzeugen zugemüllt, eine Brücke wurde von russischen Diversanten gesprengt, dabei fielen mehrere Autos von der Brücke herunter.

Also muss man weiträumig umfahren. Die Stadt liegt nicht mal 300 km südwestlich von Kiew entfernt. Am dortigen Flughafen, der vor kurzem von Grund auf erneuert wurde, sind vor paar Tagen russische Raketen eingeschlagen. Das Recherchenetzwerk Bellingcat berichtet, dass es sich womöglich um acht modernste Raketen vom Typ X-101 gehandelt hat.

Mindestens zehn Menschen wurden dabei getötet. Oleh übernachtet in einer improvisierten Flüchtlingsherberge und fährt am nächsten Morgen weiter. Es geht weiter Richtung Westen. Die Straße ist total verstopft, Militärfahrzeuge und Rettungsdienste haben höchste Priorität. Es geht fast die ganze Zeit nur mit Schritttempo voran. Autos aus Charkiw, Tschernihiw, aus dem Donbass. Der Reifendruck lässt wieder nach. Oleh muss immer wieder anhalten und nachpumpen.

Kein Reifenservice weit und breit. Andere Autofahrer bieten Hilfe an. Aber ein Rad verkaufen kann niemand. Endlich sieht Oleh eine Werkstatt. Sie hat auf, dort gelingt es, den Reifen zu reparieren. Es geht im Schritttempo weiter. Am Abend sieht er ein Hotel, zufällig ist dort noch ein Zimmer frei. In zwölf Stunden hat Oleh mit seiner Familie am zweiten Tag knapp 150 Kilometer geschafft.

Noch 300 Kilometer liegen vor ihm. Er weiß nicht, ob er es bis zur Ausgangssperre schafft. Meine Frau hat heute Nacht von abgeschossenen Flugzeugen geträumt. Im Traum saßen die Menschen in Katakomben. März, abends In seinem Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? erzählt der ukrainische Schriftsteller Mykola Rjabtschuk einen alten sowjetischen Witz: Hannibal, Alexander der Große und Napoleon wohnen einer Militärparade auf dem Roten Platz bei.

Die anderen Fragen sind dagegen leichter zu beantworten: Werden die Menschen in Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

jemals erfahren, was in der Ukraine wirklich passiert ist? Wie die russische Armee das Nachbarland überfallen und einen Terrorkrieg gegen Zivilbevölkerung, gegen Frauen und Kinder geführt hat?

Welche Kriegsverbrechen ihre Generäle und Offiziere zu verantworten haben? Wie viele russische Soldaten tatsächlich bei den Angriffen ihr Leben gelassen haben? Wie viele Verwundete in die Krankenhäuser eingeliefert wurden? Ich befürchte, dass die Antwort auf alle diese Fragen ist: nein.

Das Land ist schon längst unter einer kilometerdicken Schicht von Prawdas begraben, die zuletzt nicht nur immer aggressivere Lügen, Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? einen regelrechten Hass gegen die ganze Welt produziert haben. Es passt einfach zu gut zum orwellschen Modell der modernen russischen Welt.

Nach dem Tod Stalins wurde die Tür zur Wahrheit nur für eine kurze Zeit einen winzigen Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? aufgemacht. Danach wurde der Vorhang wieder zugezogen.

In der Perestroika-Zeit, als die Tür weit aufgerissen war, war die Gesellschaft nicht imstande, die Wahrheit zu akzeptieren. Zu viele Verbrechen, zu viele Täter. Vielleicht kann ein Land seine Verbrechen nur anerkennen, wenn es besiegt wird, wie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

Und selbst dann dauert es mindestens eine Generation. Aber der Westen hat Angst vor einem Sieg gegen Russland. Ich meine es gar nicht im militärischen Sinne. Einer der Nägel im Sarg des Imperiums war das sowjetische Fiasko in Afghanistan. Der ukrainische Menschenrechtler und Anwalt Masi Nayyem, dessen älterer Bruder Mustafa an den Ursprüngen der Euromaidan-Proteste stand, ist überzeugt: Der Krieg in der Ukraine wird den Untergang Russlands genauso einleiten, wie einst der Krieg in Afghanistan den Untergang der Sowjetunion eingeleitet hat.

Masi Nayyem weiß, wovon er spricht. Er ist ein gebürtiger Afghane und musste als Kind aus seinem Heimatland fliehen. Vielleicht werden wir es erleben. März, morgens Auf dem Bahnhofsvorplatz in Lemberg herrscht Hochbetrieb.

Überall Menschen, Kinder, Flüchtlinge, Helfer, Zelte, Infostände, Feuerstellen, Erste Hilfe, Schlangen, Busse, Straßenbahnen, Autos.

Wenn jemand mit dem Zug aus dem Osten kommt und den Bahnsteig über den Tunnel verlässt, muss er im ersten Moment verwirrt sein. Es ist wie ein Ameisenhaufen. Und es gibt kein Zurück mehr. Vor dem Haupteingang haben sich zwei lange Schlangen gebildet. Dort kann man sich anstellen, um in einen der Evakuierungszüge nach Polen einzusteigen. Die Züge fahren vom Bahnsteig 5; derzeit ist er nur für die Sonderzüge Richtung Westgrenze reserviert.

Beide Schlangen bewegen sich kaum, es dauert mindestens vierundzwanzig Stunden, bis man im Waggon sitzt. Und wenn sie sich bewegen, dann nur für ein paar Schritte.

Meistens hat man den Eindruck, dass die Nebenschlange sich schneller bewegt. In Katastrophenzeiten wirkt es genauso wie in einer normalen Welt. Zumindest hat noch niemand das Gegenteil beweisen können.

Links vom Bahnhofsgebäude ist eine kleine Grünanlage, in der Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? in friedlichen Zeiten oft ein paar Penner und Obdachlose umhertreiben. Jetzt kann man zu Recht behaupten: Jeder, der hier ankommt, ist obdachlos. Die Stände und Zelte der Helfer sind klar markiert und sofort sichtbar — hier ein Infostand, da warmes Essen für Mütter und Kinder, weiter links: heißer Tee, das Rote Kreuz, ein paar Zelte, in denen Erste Hilfe geleistet wird, Infos zu den Unterkünften, etwas weiter Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

eine Reihe von Bio-Toiletten. Zwischen den Ständen mehrere Feuerstellen. Es sind große Eisenfässer, gefüllt mit Holz und Kohle. Da kann man sich aufwärmen. Die Ukrainer haben eine große Erfahrung damit. Die Nächte sind besonders kalt, in der Regel herrscht da ein Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

Frost. In den nächsten Tagen soll es noch kälter werden… Quelle: Getty Images Es ist eine logistische Meisterleistung, das System funktioniert. Nun stößt aber auch Lemberg allmählich an die Grenzen seiner Kapazitäten. Die Stadt mit etwas mehr als 700. Der Oberbürgermeister bittet nun vehement um weitere Hilfen. Die Unterkünfte reichen nicht mehr aus. Man brauche dringend große beheizbare Zelte. Ort der Handlung: ein Zug. Strecke: Krywyj Rih, Region Dnipro, Ostukraine — Lemberg Hauptbahnhof.

Anzahl der Fahrgäste im Schnitt pro Abteil Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? siehe oben. Anzahl der Fahrgäste in den Gängen: Niemand zählt nach. Ich stand die ganze Zeit auf anderthalb Beinen neben meinem Koffer im Einstiegsbereich. Eine Mutter mit dem Kinderwagen hätte, wenn sie irgendwo in der Mitte des Waggons säße und aussteigen wollte, kaum eine Chance gehabt.

Aber von Hamburg nach Kassel schafft es die Deutsche Bahn, wenn sie sich nicht verfährt, in etwa zweieinhalb Stunden. Selbst wenn man die Verspätung einkalkuliert. Ich werde mich nie mehr über meine Reisen mit der Deutschen Bahn beschweren. Wäre die Deutsche Bahn mit der Evakuierung dieses Ausmaßes überfordert? Jede Bahngesellschaft dieser Welt wäre überfordert. Auch die ukrainische ist es. Aber sie schafft es bisher immer wieder, die Menschen aus den gefährdeten Städten herauszubringen. Eine ältere füllige Frau will nach Italien.

Ihre Tochter arbeitet dort seit Jahren. Sie wird von einer anderen Frau begleitet, die selbst in Italien arbeitet und der Tochter versprochen hat, ihre Mutter mitzubringen. Offenbar hat die ältere Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Herzprobleme, ihr geht nicht gut, sie atmet schwer. Zufällig fährt eine Ärztin im selben Abteil mit. Ein paar Tabletten helfen, zumindest vorübergehend.

Viel mehr kann man nicht tun. In der Nacht müssen die Jalousien voll herabgelassen werden, am Tag nur zur Hälfte.

Unterwegs werden Kontakte ausgetauscht, die Menschen im Abteil bilden eine Gruppe im Viber-Messenger. In Lemberg steigen alle aus. Einige bleiben in der Stadt. Die anderen wollen weiter nach Polen. Mit einem anderen Zug oder in einem Bus.

Die ältere Frau und ihre Begleiterin stellen sich am Ende einer langen Schlange an. Julias Mutter kommt auch mit diesem Zug nach Lemberg. Sie ist die Ärztin, die in dem Abteil mitgefahren ist.

Am nächsten Tag kommt im Chat die Nachricht, dass die ältere Frau Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? ist. Sie hätte es beinahe nach Polen geschafft.

März, mittags Offenbar fördert der Krieg die Tagebuchproduktion: Inzwischen schreiben viele Menschen Tagebücher. Ich höre das immer öfter von Bekannten und Fremden. In Berlin, Warschau, Lemberg, Kiew… Vielleicht auch in Charkiw. Verschiedene Menschen, diverse Stile, persönliche Emotionen, andere Erlebnisse. Ein Tagebuch in einer belagerten Stadt unter Raketenbeschuss ist anders als ein Tagebuch in Berlin.

Und ein in Charkiw geschriebener Text wird sich stark von einem Tagebucheintrag aus Lemberg unterscheiden. Was aber alle diese Texte gemeinsam haben — sie sind verdichtete Zeit, der Schrei einer verwundeten Seele, eine Art Therapie. Als hätte Edvard Munch die verschiedenen Versionen seines berühmten Gemäldes in verschiedenen Städten gemalt und dabei unterschiedliche Farbtöne, Pinselstriche und Techniken benutzt. Auch Stanislaw Stas Asejew schreibt ein Tagebuch. Er schickt mir einige seiner Texte.

Der ukrainische Journalist und Autor berichtete unter einem Decknamen aus seiner Heimatstadt Donezk, nachdem dort 2014 die russischen Marionetten ihr brutales Regime installiert hatten. Nach zweieinhalb Jahrendas auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik zur Herstellung von Dämmstoffen eingerichtet worden ist, kam er Ende 2019 bei einem Gefangenenaustausch frei.

Stas konnte gerade sein Leben in Kiew neu beginnen und seine Mutter aus Donezk herausholen. Ihm schien, als beginne der Planet Erde sich wieder zu drehen.

Bis zu jener Nacht, in der er von Einschlägen der Marschflugkörper auf den Straßen der ukrainischen Hauptstadt geweckt wurde. Die Mutter musste wieder innerhalb von vierundzwanzig Stunden das Lebensnotwendigste packen und aus der Stadt fliehen. Er gewöhne sich nun an das Gewicht einer Kalaschnikow und schreibe in den Feuerpausen, berichtete er vor etwa einer Woche. Er war fest entschlossen, seine neue Heimatstadt und sein Land zu verteidigen.

Quelle: Getty Images Inzwischen hat er sich an das Gewicht seiner Kalaschnikow offenbar gewöhnt. Und er schreibt weiter, während im Hintergrund die Sirenen heulen. Er hat viel zu sagen. Wir brauchen auch seine Stimme. März, abends Für mich gibt es einen großen Unterschied zwischen einem geschriebenen Text und einer Rede.

Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

Vielleicht weniger stilistisch, aber vor allem — emotional. Als meine Lektorin Katharina Raabe mich bat, bei der heutigen per Online-Schalte etwas zu sagen, habe ich lange gezögert. Als Appell an alle Regierungen.

Angriffe auf Wohnhäuser und Zivilisten gehören zu den schlimmsten Kriegsverbrechen. Für die russische Armee und den skrupellosen Diktator im Kreml sind sie nur ein taktisches Mittel, das sie nun regelmäßig einsetzen.

Wie der gestern abgeschossene Killer-Pilot von Tschernihiw. Wie viele unschuldige Menschen müssen noch sterben? Warum hat man Angst, Menschenleben zu retten? Also: Glaubt man wirklich, dass man einen größeren Krieg verhindern kann, indem man Leben von unschuldigen Menschen opfert? Die Geschichte hat uns etwas anderes gelehrt. Tut alles, damit sich die Geschichte nicht wiederholt!

Tut alles, was ihr tun könnt! Und wir tun das, was wir tun können und müssen. Wenn ich ältere, vor dem Krieg entstandene Texte lese, klingen sie für mich wie ein Nachruf auf die alte Welt. Wir wissen nicht, wer von uns überlebt — von uns Ukrainern, von uns Europäern, von uns Menschen auf dieser Welt, die dieses Namens würdig sind.

Wir wissen nicht, wie die neue Welt aussehen wird. Aber es hängt auch von uns ab. März, frühmorgens Heute früh hat mich ein Vogel geweckt. Vielleicht habe ich es mir nur eingebildet. Die modernen Thermofenster dämmen die Geräusche. Selbst das Heulen der Sirenen beim Fliegeralarm hört man nicht immer gut.

Deswegen gibt es nun eine App. Man kann Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? herunterladen, vom App Store oder von Google Play. Dann heult dein Smartphone beim nächsten Alarm mit maximaler Lautstärke. Willkommen im Krieg des 21. Vielleicht habe ich den Vogel erst gehört, als ich das Fenster aufgemacht habe. Ich kann die Vogelrufe nicht wirklich einordnen. Bei den anderen ist es schwieriger. Es ist noch dunkel, man sieht nicht wirklich was.

Also braucht man ein Nachtsichtgerät. Die Ukrainer brauchen derzeit Kameras für anderes Wild. Zweibeinig, bewaffnet, aggressiv, unheilbar infiziert mit perverser Trikolor-Propaganda. Die nächste Stufe der Evolution. Solche Geräte bietet Amazon nicht. Können die Vögel den Krieg spüren? Den Geruch verbrannter Erde, das Beben der Luft, die Angst der Menschen, das Zittern der Kinder? Sie hören ja bestimmt das Heulen der Sirenen, das Einschlagen von Raketen und Bomben, die Gewehrsalven der Kalaschnikows, das Dröhnen der Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

Singen die Vögel noch in Kiew? Singen die Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? in den Feuerpausen? Oder sind sie dort schon alle weg? Quelle: dia images via Getty Images Gestern wurde ein russischer Kampfjet über dem nordukrainischen Tschernihiw abgeschossen.

Der Pilot, ein Major der Luftwaffe, konnte sich retten und wurde festgenommen. Er ist Angriffe auf Wohnviertel in Tschernihiw geflogen. Für ihn waren es keine Wohnhäuser, in denen Menschen leben, nur Ziele mit eingegebenen Koordinaten.

Er hat Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? in Syrien Zivilisten getötet: Auf einem Foto steht er stolz neben dem syrischen Diktator Assad.

Die Nacht war in den meisten Regionen relativ ruhig. Die Stimmen aus der Ukraine wird man in Deutschland live hören. Wie viele Menschen sterben noch bis dahin? Man kann nun für direkt vom Smartphone spenden. Ich dachte, die ganze Welt hat schon verstanden, dass es sich um einen russischen Überfall und Angriffskrieg gegen mein Land handelt. Der Vogel vor meinem Fenster singt weiter. In Lemberg scheint die Welt der Vögel noch in Ordnung zu sein.

März morgens Bevor ich um drei Uhr nachts ins Bett gehe, checke ich noch einmal die Nachrichtenlage. Zwei Meldungen geben Anlass zum vorsichtigen Optimismus. Die westlichen Medien berichten, dass der russische Angriff auf Kiew und Charkiw ins Stocken geraten ist. Russland habe im Moment kaum noch Reserven, um weiter vorzurücken. Man könne sie zwar mobilisieren, die Logistik sei aber schwierig.

Meine Freunde in Kiew bestätigen, dass die Nacht relativ ruhig war. Die zweite Nachricht: Das Pentagon sei erstaunt, wie effektiv die ukrainischen Streitkräfte die gelieferte Ausrüstung nutzen.

Dazu meldet das Recherchenetzwerk Bellingcat, dass die Verluste der russischen Armee in der Ukraine durchaus bis zu 10. Aber das ist wohl kein Argument für den Kreml. Die schweren Luft- und Raketenangriffe auf ukrainische Städte gehen weiter. Bis jetzt haben die Russen bereits mehr als 500 Raketen verschossen. Wie viele haben sie noch auf Lager?

Und dann noch die Flugzeuge. Etwa vierzig Maschinen wurden bereits abgeschossen, zu Beginn des Angriffs hat das russische Militär Expertenschätzungen zufolge etwa 450 Kampfflugzeuge an die ukrainischen Grenzen verlegt. Kiew fordert seit Tagen eine Flugverbotszone. Wie viele Zivilisten müssen noch sterben?

Immer mehr Menschen fliehen in den Westen. Die Szenen aus den Evakuierungszügen erinnern an Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg. Nur dass in den proppenvollen Waggons wild telefoniert und getextet wird. Flüchtlingen von damals müsste das wie eine Szene aus einer anderen Welt vorkommen. Aber es ist immer noch dieselbe Welt. Quelle: dpa Julia ist seit heute Morgen in Lemberg. Sie muss nicht mehr in die Badewanne springen.

Das Philosophiebuch von Ayn Rand hat sie mitgenommen. Ihr Freund und die Katze sind in Kiew geblieben. Wenn wir eine Katze aufnehmen, werden wir sie Javelin nennen. März, abends Tanken und schreiben gleichzeitig geht nicht. Also zuerst tanken, dann schreiben.

Der Sprit wird immer noch rationiert, aber die Schlange ist nicht sehr lang. Man bekommt maximal zwanzig Liter. Zahlen kann man nur mit Karte. Das Superbenzin kommt aus Litauen.

Man weiß es nicht genau. Ist teurer geworden, aber keine Katastrophe. Der Fahrer an der Zapfsäule daneben fängt an zu diskutieren, er hat wohl nur Bargeld. Es gibt Geschäfte, wo man nur mit Karte Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? kann, und welche, die nur Bargeld akzeptieren. Du musst dich entscheiden, womit du bezahlst. Notfalls kann man eine Münze werfen. Podcast freigeben Brauchst du in den nächsten Tagen mehr Bar- oder eher mehr Plastikgeld? Die Gefahr bei der Karte ist, dass sie nicht immer funktioniert.

Und wenn du zu viel abhebst, reicht möglicherweise das Guthaben auf der Karte nicht aus. Inzwischen wird die Hektik des Kriegsalltags im Hinterland als ganz normal empfunden. Die Wechselstuben sind wieder geöffnet, die ukrainische Währung ist zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent billiger geworden.

Nicht sehr gut, aber angesichts der Lage keine Tragödie. Die Preise auf dem Markt sind leicht gestiegen, türkische Mandarinen aber sind billig zu haben. Medikamente kann man nicht mehr vorbestellen und in einer Apotheke deiner Wahl abholen.

Immerhin gibt es einen Internet-Service, wo man sehen kann, in welcher Apotheke wie viele Packungen von dem gewünschten Arzneimittel vorhanden sind. Wenn nur eine Packung auf Lager ist und jemand schneller war, dann Pech gehabt. Muss man halt zur nächsten Apotheke laufen. Aber die gängigsten Medikamente sind da. Insulin und Krebspräparate werden nun von Hilfsorganisationen geliefert. Die kleinen Lebensmittelgeschäfte funktionieren immer besser. Ein recht luxuriöses Dasein, wirklich.

Man findet dort viele nützliche Wörter und Redewendungen. Vielleicht arbeiten schon einige Verlage daran. Man wird es wohl in Europa in den nächsten Jahren brauchen. März, morgens Heute muss ich Medikamente für eine Hilfsorganisation abholen. Eigentlich kein besonders schwieriges Unterfangen. Das Problem ist nur, dass das Verteilerzentrum außerhalb der Stadt liegt. Dort ist in der Nacht ein Lkw aus Deutschland angekommen. Also muss man durch einen Checkpoint. Und der Lkw wird nicht unendlich warten.

Den Anruf habe ich schon erwartet. Die Stadt ist leer, um neun Uhr sind weniger Autos unterwegs, als in Friedenszeiten an einem normalen Wochenende um sechs. Aber auf der Ausfallstraße staut sich eine kilometerlange Schlange. Es geht nur im Schritttempo voran, zeitweise bewegen sich die Autos mehrere Minuten lang nicht von der Stelle. Wie nach einem Unfall auf der Autobahn. Nur dass es diesmal keinen Unfall gegeben hat. Schaffe ich es überhaupt noch?

Nach etwa einer Stunde sieht man Sandsäcke, Panzerigel, Absperrungen und Autoreifen. Nach dem Checkpoint ist die Straße leer. Dann sind es nur noch ein paar Minuten bis zum Ziel. Als ich da bin, haben die Helfer schon mit dem Ausladen angefangen. Ich nehme eine andere Route, in der Hoffnung, dass es vielleicht schneller geht. Es geht langsamer, weil man in Richtung Stadt strenger kontrolliert wird. Eine Spur wird für Spezialfahrzeuge reserviert.

Scheinwerfer aus, Scheiben runter, keine Fotos erlaubt wer macht hier schon Fotos! Man fragt mich, ob ich Waffen mitführe. Beim Verlassen des Checkpoints sehe ich ein Plakat auf Russisch. Dort steht auf schwarzem Hintergrund, dass russische Soldaten hier unerwünscht sind.

Putin hat verloren, die ganze Welt steht hinter der Ukraine. Ich hätte mir nie im Leben vorstellen können, dass ich so etwas in der Nähe von Lemberg jemals sehen würde. Nicht mal in einem Albtraum. März, abends Vor vielen, vielen Jahren, als der Kommunismus weltweit seine größte Ausdehnung erreichte, aber als Ideologie bereits tot war, wuchsen wir in Galizien mit einer klaren Vorstellung von sowjetischer Propaganda auf.

Die Betriebsanleitung für den Umgang mit den Informationen, die von den parteitreuen Medien — andere gab es damals nicht — verbreitet wurden, war verblüffend einfach und bestand aus lediglich zwei Punkten. Punkt eins: Die Sowjets lügen immer. Punkt zwei: Wenn sie nicht lügen, müssen sie das beweisen. Diese Grundeinstellung bot zwar keine absolute Immunität gegen die Lügen und Fantasien über eine heile kommunistische Zukunft mit allgemeiner Gleichheit — besser gesagt Gleichschaltung — für alle, die man nicht zuvor vernichtet hat.

Aber sie bot immerhin einen gewissen Schutz. Dieser Schutz gegen Propaganda könnte mit der Wirkung eines Impfstoffes gegen Corona verglichen werden — man kann zwar erkranken, ein schwerer Verlauf wie einst bei den Linken und später bei den Russland-Verstehern ist eher unwahrscheinlich.

Das ist schon verwirrend genug. Die meisten Westeuropäer sind aber schon glücklich, wenn sie diese von literarischen Mythen umwobene Region vom spanischen Galizien unterscheiden können. Die noch schlimmeren Gräueltaten der Nazis folgten kaum zwei Jahre später. Die Sowjets wurden hier nach dem Krieg immer als eine Besatzungsmacht gesehen — wie in den baltischen Staaten oder in anderen Ländern Osteuropas.

Im heutigen Russland gibt es keine kommunistische Ideologie mehr. Es hat sich aber erwiesen, dass ein Cocktail aus Staatskapitalismus, Korruption, Revanchismus und von Lügen getränkten sozialen Netzwerken viel aggressiver und ansteckender ist als der Kommunismus mit seiner recht primitiven Propaganda.

Es scheint, dass der Westen mittlerweile diese Lektion gelernt hat. Ob die neu gewonnene Immunität gegen die russischen Lügen die Welt retten wird, ist schwer zu sagen. Die Ukrainer zahlen heute den höchsten Preis für die jahrzehntelange Blindheit westlicher Demokratien. Die Bilder von zerstörten Wohnhäusern in Charkiw und Kiew bedürfen Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Kommentare. Bin im Kontakt mit dem Fahrer. Kann sein, dass man es nicht bis zur Ausgangssperre schafft. Nein, geht nicht, für Schutzwesten braucht man eine Lizenz.

Von meinen Bekannten will keiner gehen. Wie kann ich das verschicken? Ok, kein Schutz gegen Kugeln, aber immerhin ein Schutz. Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?, jemand wird den Transport organisieren. Kaffee aus dem Küchenschrank holen. Ja, aber nicht Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? wahllos. Wer hat schon wieder den Kaffee aus dem Küchenschrank geklaut?

Die brauchen es derzeit am dringendsten. Ja, es sind Zehntausende hier. Tut mir leid, sorry, mein Mund war voll. Ich kann nicht über die Weltordnung per Schalte diskutieren. Es geht nicht, auch emotional nicht. Bitte nicht zu kompliziert machen. Herzlichen Dank für … Was soll man auf die Kisten schreiben?

Was machst du denn, es ist ein anderer Chat. Der fährt um fünf los, aber keine Garantie. Keine Ahnung, wie lange es an der Grenze dauert. Dann sag mir später Bescheid. März, abends Bemerkenswert, dass es in dieser Situation in der Ukraine immer noch Meinungsumfragen gibt. Die öffentliche Meinung über den modernen Krieg. Das geht ungefähr so: Du nimmst den Anruf entgegen, die Rufnummer ist entweder unterdrückt oder zumindest unbekannt, und du Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

dich über die freundliche Stimme einer Dame, die irgendwelche Fragen stellt und dich sogleich bittet, eine entsprechende Ziffer auf dem Bildschirm zu drücken. Ist immerhin besser, als mit einer Hotline zu plaudern, wenn du nach etlichen Minuten Warteschleife und viel Muzak gerade noch weißt, welche Frage du loswerden wolltest. Du weißt aber auch, dass die Antwort dir nicht wirklich weiter helfen wird. Die Ergebnisse der Umfrage vom 1. März — wenn sie tatsächlich stimmen — sind erstaunlich.

Nach sieben Tagen Krieg und Zerstörung glauben knapp 90 Prozent der Menschen in meinem Land, dass die Ukraine den russischen Angriff zurückschlagen wird.

Fast alle stehen geschlossen hinter den Streitkräften und dem Präsidenten, 80 Prozent sind bereit, mit Waffen zu kämpfen. Selbst im Osten wollen mittlerweile mehr als die Hälfte der Ukrainer in das transatlantische Bündnis aufgenommen werden. Die russische Medizin zeigt Wirkung. Seit gestern dominiert bereits die Suche nach Gefallenen. Die an den internationalen Börsen notierten russischen Unternehmen sind nichts mehr wert.

Eine Sberbank-Aktie kostete heute Vormittag gerade noch paar Cent. In der Schweiz diskutiert man über die Zukunft der Kryptowährungen. In der Ukraine konnte ich dazu keine aktuellen Umfragen finden. März, mittags Immer wieder schießt mir der Gedanke durch den Kopf: Was machst du eigentlich? Kann man was anderes tun? Auch wenn du versuchst, 10. Schreibst du nur, um nicht verrückt zu werden?

Was ist das zum Teufel für ein Tagebuch, wenn halb Charkiw in Schutt und Asche bombardiert wird? Muss man den Menschen in Deutschland überhaupt noch etwas erklären, wenn man die Bilder sieht? Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? russische Raketen in Babyn Jar einschlagen, einem Ort, der für das Holocaust-Verbrechen als Mahnung dient? Die Russen versuchen nun offenbar, die Bevölkerung Charkiws mit Raketenbeschuss zu terrorisieren. Zivile Opfer spielen für sie keine Rolle.

Oder doch: je mehr davon, desto besser. Ein Blogger argumentiert: In Tschetschenien hat die russische Armee eine ähnliche Taktik angewendet. Am Anfang kämpfte sie dort gegen die Guerilleros, ohne größeren Erfolg. Die russischen Soldaten waren nicht besonders motiviert und ergaben sich oft. Anfangs wurden sie von Tschetschenen als Kriegsgefangene ordentlich behandelt.

Nach Luftangriffen gegen Zivilisten und dem Auslöschen ganzer Städte wurden sie nicht Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? gefangen genommen, und wenn ja, gab Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? Schau-Exekutionen. Der Terror gegen Zivilisten hat somit die Kampfmoral der russischen Armee gesteigert. Als Nebenwirkung sozusagen: Sich zu ergeben war keine Option mehr.

Kann es sein, dass man in der Ukraine auch darauf setzt? Quelle: dpa Die Verbindung nach Kiew kann jederzeit abbrechen. Das Fernsehen funktioniert nur noch übers Internet oder per Satellit, terrestrische Signale können nach dem Angriff auf den Sendemast nicht mehr empfangen werden.

Handys funktionieren immer noch, und Elon Musk ermöglicht nun den Zugang zum satellitengestützten Kommunikationsnetzwerk Starlink. Geld abheben an Geldautomaten geht in Kiew nur noch selten und an wenigen Stellen. In manchen Supermärkten kann man mit Karte zahlen, in anderen nur mit Bargeld. März, abends Es tut gut, viele Freunde in aller Welt zu haben. Viele melden sich bereits in den ersten Stunden, noch mehr am ersten Tag des Überfalls. Sie sind bestürzt, fassungslos, fühlen sich ohnmächtig, Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

in Gedanken bei uns. Viele bieten auch einen Unterschlupf an. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich in diesem Tsunami von Meldungen aller Art jede beantwortet habe. Es tut mir leid, wenn ich irgendjemand vergessen habe. Man möge mir verzeihen, es ging einfach nicht. Eigentlich mag ich Europa sehr. Wie viele Länder habe ich bereits besucht? Ich weiß es nicht mehr. Ich mag die gebrochene Linie norwegischer Fjorde, das flache Licht Finnlands, die Öresund-Fähren, welche die Einheimischen nutzen, um sich mit steuerfreiem Alkohol zu betanken, die Strenge der Halligen im Spätherbst, polnische Seen und Wälder, die Geschäftigkeit Berlins, das Gefühl der Hilflosigkeit auf den Britischen Inseln, wo man immer wieder beim Überqueren der Straße den Kopf in die falsche Richtung dreht, die Wohnboote der Holländer, die Luftströme in den Alpen, die dich bei einem Gleitschirmflug tragen, den Sprachensalat der Schweizer, die Unkompliziertheit der Italiener, die leichte Überheblichkeit der Franzosen oder die Brücken von Istanbul.

Nun ist unsere Reise von Nord nach Süd zu Ende. Man hätte genauso gut auch Welche Klamotten Läden haben auf Berlin? andere Route nehmen können. Einmal habe ich sogar geträumt, wie meine Asche über der Nordsee vom Winde verweht wird. Und dann noch die Häfen — jeder mit seinem eigenen, unverwechselbaren Flair, aber alle mit einem besonderen Gefühl der Freiheit und kosmopolitischem Stolz.

Das einzige, was Lemberg fehlt, ist ein Hafen. Legenden zufolge, also in einer Zeit, die niemals existierte, soll es hier auch einmal einen großen Fluss gegeben haben.

Heute ist es nur ein kleines Bächlein, das die Österreicher vor 150 Jahren aus hygienischen Gründen unter die Erde verbannt haben. Hätten wir aber einen Hafen gehabt, wäre der Aufstieg Lembergs zu einer Weltmetropole unaufhaltbar gewesen. Zählte ich alle Einladungen, die schwierigen Zeiten im Ausland zu überwintern, zusammen und nähme Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

jede für nur eine Woche in Anspruch, könnte ich wahrscheinlich mindestens zwei Jahre lang Urlaub machen. Das mache ich vielleicht tatsächlich. Aber heute gehen wir nicht. Nicht, weil Männer im wehrfähigen Alter das Land nicht verlassen dürfen. Und nicht, weil man im Moment hier im Westen des Landes noch in ziemlicher Sicherheit ist. Es wäre einfach ein Verrat an Menschen, die gestorben sind oder alles verloren haben.

Man könnte einfach den anderen nicht in die Augen schauen, wenn man weg gewesen wäre und erst zurückkehren würde, nachdem alles vorbei ist. Wir werden nur dann gehen, wenn es unser Land nicht mehr gibt. Aber wir sind gerade dabei, das zu verhindern. So tun alle, was sie nur können. Frauen mit kleinen Kindern, Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben müssen sich ins Ausland retten. Wenn wir es aber überleben — wir Ukrainer, aber auch alle Europäer, die gesamte Welt, der Planet Erde oder was sich sonst noch in dieser Galaxie um sich selbst dreht —, wenn Menschlichkeit, Vernunft, Freiheit und Menschenwürde also alles, was heute in einem verrückt gewordenen Zehntel der Landfläche auf dieser Erde gar nichts mehr zählt nicht endgültig zugrunde gehen, und wenn ihr danach wieder mit Diskussionen anfangt und uns nicht so schnell wie möglich in die Europäische Union aufnehmt — werden wir euch Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?

nie verzeihen. Ich habe gerade festgestellt, das von allen Wörtern in diesem langen Text das Rechtschreibprogramm meines Computers nur drei nicht versteht: Gleitschirmflug, Sprachensalat und Unkompliziertheit. Damit kann man gut leben. März, mittags Kollegen aus Warschau schreiben mir, dass man in Lemberg bei Booking. Ob es für eine Nacht ist oder für zwei, sagen sie nicht.

Vielleicht ist es ein Sonderpreis für Polen. Vielleicht gibt es sogar Rabatte für Flüchtlinge. Aber die Preise liegen … na ja, etwas über dem Durchschnitt, der sonst um diese Jahreszeit üblich ist.

Und für alle anderen Jahreszeiten übrigens auch. Es gibt nicht nur einen Katastrophenjournalismus, sondern auch eine Katastrophenhotellerie. Das letzte Mal gab es hier einen sprunghaften Preisanstieg für Unterkünfte 2012 — während der Welche Klamotten Läden haben auf Berlin?.

Seitdem wurde in der Arena Lviv nur noch selten Fußball gespielt. Immerhin konnte man für das Stadion eine anderweitige Verwendung finden: Auf dem Event-Programm stehen Rock- und Popkonzerte, Abi-Feten, Hochzeiten, Gokart-Rennen, Zeugen-Jehovas-Kongresse und andere ähnliche Veranstaltungen. Heute befindet sich in der Anlage ein riesiges Aufnahmezentrum für Flüchtlinge.

Für paar Tage in einer kleinen Wohnung verlangt man angeblich 10. Ob Chassiden auch in diesem Jahr zur Grabstätte ihres 1810 verstorbenen Wunderrabbi pilgern werden, bleibt ungewiss.

Berichten zufolge wurde neulich in der Nähe eine russische Armeekolonne gesichtet. Beobachter bezweifeln aber, dass sie sich auf einer Pilgerreise befinden könnte, und vermuten deswegen, dass es sich womöglich um eine Falschmeldung handelte.

Die Stadt Uman wurde in den vergangenen Tagen von russischen Raketen beschossen. Ein Fahrradfahrer kam dabei ums Leben. In zahlreichen Städten in der Ostukraine gibt es inzwischen keine Zimmerpreise mehr.

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