Question: Wie oft muss ich den Mikrozensus machen?

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Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik in Deutschland. Die Befragung wird seit 1957 von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder gemeinschaftlich durchgeführt.

Es werden mit rund 810 000 Personen in etwa 370 000 privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen befragt.

Einzelne technische Herausforderungen setzten sich noch im Erhebungs­jahr 2021 fort. Diese führten gemeinsam mit den zum Teil fort­dauernden Auswirkungen der Corona-Pandemie zu Ein­schränkungen bei der Erhebungsdurchführung. Zusammen­genommen waren die Effekte jedoch deutlich weniger stark als im Jahr 2020 — Auswertungs­ein­schränkungen können ggf. Die durchschnittliche Ausfallquote für die Erstergebnisse aus dem Mikrozensus 2021 liegt auf Bundesebene bei ca.

Dieser Wert ist deutlich niedriger als 2020 ca. Somit liegt eine Qualitäts­ver­besserung der Jahres­ergebnisse 2021 im Vergleich zu 2020 vor. Durch die Integration dieser neuen Bestandteile ergeben sich viele neue Auswertungsmöglichkeiten. Der neugestaltete Mikrozensus ist jedoch auch mit Änderungen verbunden. Neben dem Fragenprogramm wurden die Konzeption der Stichprobe sowie mit der Einführung eines Online-Fragebogens auch die Form der Datengewinnung verändert.

Die Ergebnisse ab Erhebungsjahr 2020 sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar. Eine Übersicht sowie Erläuterungen auch zu vergangenen Zeitreihenbrüchen aufgrund methodischer Änderungen im Mikrozensus sind zusammengefasst.

Durch die Neugestaltung ergeben sich zum Teil neue sowie veränderte Erläuterungen zu Merkmalen aus dem Mikrozensus. Das thematisch und alphabetisch sortierte bietet einen umfassenden Überblick. Diese schränkten die Erhebungsdurchführung ein. Verschärft wurde diese Situation durch die Pandemie im Jahr 2020, die die bisher über­wiegend persönlich vor Ort durchgeführten Befragungen nahezu unmöglich machte.

Aus­gangs- und Kontaktbeschränkungen wirkten sich nicht nur auf die Vor-Ort-Befragungen der Haushalte aus, sondern erschwerten auch die Vor- Begehungen, die für die Stich­pro­ben­kon­kre­ti­sie­rung notwendig sind. Zudem wurde seitens der amtlichen Statistik als Reaktion auf die sonstigen pandemiebedingten Belastungen in der Bevölkerung das Mahn­wesen überwiegend ausgesetzt. Das heißt, die Auskunftspflicht wurde Wie oft muss ich den Mikrozensus machen?

wie sonst üblich durchgesetzt. Zusammengenommen führten diese Faktoren zu einer geringeren Rücklaufquote als beim Mikrozensus üblich. Die durchschnittliche Ausfallquote für die Endergebnisse aus dem Mikrozensus 2020 liegt aufgrund dieser Probleme auf Bundesebene bei ca. Diesen Antwortausfällen wurde auf Basis eines mathematisch-statistischen Modells begegnet. Vertiefend bedeutet dies: Die Antwort­ausfälle sind fachlich, regional und zeitlich sehr unterschiedlich verteilt.

Etwaigen Verzerrungen wird daher vor der Hochrechnung Kalibrierung an die Eckwerte der Bevölkerungsstatistik durch die Berechnung von Antwort­wahrscheinlich­keiten begegnet. Hierfür müssen Informationen über die Bruttostichprobe bekannt sein.

Wie oft muss ich den Mikrozensus machen?

Da auch die Erfassung der Bruttostichprobe in 2020 nicht vollständig erfolgen konnte Vorbegehungen durch Erhebungsbeauftragte waren nur eingeschränkt möglichwurde auf Basis des Vorjahres 2019 ein synthetischer künstlicher Anpassungsrahmen für die Kompensation geschaffen. Dabei wurde die Annahme getroffen, dass die Stichprobenverteilung 2019 bei zeitstabilen Merkmalen der Bruttostichprobenverteilung 2020 entspricht.

Hierdurch konnten unter Verwendung des bisherigen Verfahrens Kalibrierung der Nettostichprobe an der Bruttostichprobe Antwort­wahrscheinlich­keiten für den Mikrozensus 2020 auf Ebene der Bundesländer berechnet werden.

Die Abwägung zwischen Ergebnissicherheit und Veröffentlichungspraxis führt zu einer konservativen Bereitstellung von Ergebnissen. Daher ist aufgrund der genannten Besonderheiten des Jahres 2020 die vom Mikrozensus gewohnte fachliche und regionale Auswertungstiefe nicht erreichbar. Die Qualität der Jahresergebnisse aus dem Mikrozensus 2020 ist auf Bundesebene im Allgemeinen dennoch weiterhin gewährleistet.

Auswirkungen der Neugestaltung und der Corona-Krise auf ausgewählte Themenbereiche des Mikrozensus 2020 Haushalte und Lebensformen Ergebnisse für das Erhebungsjahr 2020 zu den Bereichen Haushalte und Lebensformen sind weitestgehend belastbar.

Ausnahmen bestehen in spezifischen kleinen Teil­po­pu­la­tio­nen, z. Sonder­aus­wertungen können auf Anfrage und nach Abwägen der Datenqualität erstellt werden. Migrationshintergrund Die Zahlen zur Bevölkerung nach Mi­gra­ti­ons­hinter­grund aus dem Mikrozensus 2020 sind nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar. Dies gilt insbesondere für einige Teil­po­pu­la­tio­nen, z. Durch die methodische Weiterentwicklung der Typisierung des Migrations­hinter­grundes werden die mit deutscher Staats­an­gehörig­keit Geborene besser abgebildet.

Sonderauswertungen können auf Anfrage und nach Abwägen der Datenqualität erstellt werden. Arbeitsmarkt Bei Veröffentlichungen zum Thema Arbeitsmarkt besteht eine Wie oft muss ich den Mikrozensus machen? Unsicherheit bei der Bewertung der Ergebnisse, da sich pandemiebedingt die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt in vielen Bereichen deutlich verändert hat.

So können bei den Ergebnissen nur bedingt Aussagen getroffen werden, ob diese Wie oft muss ich den Mikrozensus machen? reale Entwicklungen oder auf die beschriebenen methodisch-technischen Einschränkungen zurückzuführen sind. Mit zunehmender Gliederungstiefe nehmen diese Unsicherheiten zu z. Sonderauswertungen können auf Anfrage und nach Abwägen der Datenqualität erstellt werden.

Analysen zur Datenqualität der atypischen Beschäftigung haben Unplausibilitäten aufgezeigt, so dass Imputationen notwendig waren. Daher wurde für Befragte, die 2020 online oder über Papierfragebogen geantwortet hatten, mittels eines Korrektur­verfahrens Hot-Deck-Verfahren die Angabe zur Beschäftigung in einem Zeitarbeits­verhältnis imputiert. Dabei wird für die imputierten Werte die Wahrscheinlichkeit, dass Zeitarbeit vorliegt, vom Antwortverhalten der Befragten in den anderen interviewer­gestützten Modes persönlich, telefonisch abgeleitet.

Wegen der teilweise noch fortbestehenden Einschränkungen bei der Erhebungsdurchführung im Jahr 2021 wurde die Imputation auch für 2021 umgesetzt. Diese wurde für 2020 auf Quartals- und Jahresebene unter den qualitativ bedingten Einschränkungen erfüllt. Bildung Neben anderen Merkmalen gehen die Bildungsvariablen 2020 erstmals in die Kompensation mit ein. Ergebnisse für das Erhebungsjahr 2020 zum Themenbereich Bildung sind auf Bundesebene im Zeitreihenvergleich und unter Berücksichtigung von Ergebnissen des Prüfungsjahres 2019 weitestgehend belastbar.

Ausnahmen bestehen in spezifischen tiefergegliederten Ergebnissen, z. Einkommen und Lebensbedingungen einschließlich Wohnen Durch den Wechsel der Erhebung von einer freiwilligen zu einer in Teilen auskunfts­pflichtigen Befragung ist ein inhaltlicher Vergleich der Daten des Erhebungsjahres 2020 mit den Vorjahren nicht möglich.

Allerdings wird einerseits aufgrund der fortgesetzten Freiwilligkeit von Fragen zu Lebensbedingungen ein hoher Anteil an fehlenden Werten Missings erzeugt. Andererseits werden Fragen zum Einkommen nun in großen Teilen auskunftspflichtig erhoben. Der Einfluss dieser methodischen Änderungen verbunden mit den allgemeinen Besonderheiten beim Mikrozensus 2020 auf Wie oft muss ich den Mikrozensus machen?

Ergebnisse zu Einkommen und Lebensbedingungen kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Ebenso Wie oft muss ich den Mikrozensus machen? der Einfluss der Corona-Krise auf die subjektiven Wahrnehmungen und Erwartungen der Haushalte zur individuellen finanziellen und sozialen Situation während der Befragungszeit und daraus resultierende eventuelle Auswirkungen auf die Ergebnisse zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.

Neuregelungen bei der Veröffentlichungspraxis der Mikrozensus-Ergebnisse ab Berichtsjahr 2020 Zur Verkürzung des Zeitraums zwischen Ende des Erhebungsjahres und Er­geb­nis­be­reit­stel­lung werden ab dem Erhebungsjahr 2020 zwei Ergebnisarten — Erst- und End­ er­ geb­ nis­ se — unterschieden. Sowohl Erst- als auch Endergebnisse beruhen auf vollständig aufbereiteten und validierten Daten. Die Endergebnisse basieren im Gegensatz zu den Erst­ergebnissen auf einer höheren Anzahl befragter Haushalte.

Dieses Datenmaterial wird zudem an einem aktualisierten Bevölkerungseckwert hochgerechnet. Durch den größeren Stichprobenumfang und die aktualisierte Hochrechnung können ggf. Abweichungen gegenüber den Erstergebnissen entstehen. Was ändert sich beim Mikrozensus ab 2020? Als repräsentative Wie oft muss ich den Mikrozensus machen? lie­fert der Mikrozensus seit über 60 Jahren Daten zur Be­völ­ke­rungs­struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Be­völ­ke­rung.

Dazu werden jährlich 1 % der Bevölkerung zu Themen wie Familie, Le­bens­part­ner­schaft, Lebenssituation, Beruf und Ausbildung befragt. Die bewährte Kon­zep­ti­on des Mi­kro­zen­sus als Mehr­the­men­be­fra­gung wurde zur Erfüllung höherer Anforderungen an die Daten­qualität stetig weiterentwickelt. Steigende nationale sowie europäische Anforderungen an die Genauigkeit, Aktualität und Vergleichbarkeit der Daten sind mit einer stärkeren Belastung für die Bevölkerung sowie die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder verbunden.

Daher werden bestehende Gemein­sam­keiten zwischen den verschiedenen Befragungen genutzt, um die höheren Anforderungen zu erfüllen und zugleich die Mehrbelastungen zu begrenzen.

Dies geschieht in einem integrierten Mikrozensus. Die und zur Nutzung von Informations- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en werden in den Mikrozensus integriert, um den nationalen und europäischen Anforderungen gerecht zu werden. Es werden zum Beispiel Ergebnisse unterhalb der Bundesländer-Ebene zu den Themen Einkommen und Lebens­bedingungen benötigt.

Die hö­he­ren Anforderungen lassen sich nur mit einer Erhöhung des Stichprobenumfangs sowie Wiederholungsbefragungen auch innerhalb eines Kalenderjahres erreichen. Grundkonzept des integrierten Mikrozensus Die Leitidee des Mikrozensus ab 2020 besteht darin, die bisher separat durchgeführten Befragungen als eine Erhebung zu denken.

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Daraus folgt eine amtliche Haushaltsstatistik, in der die Befragung zur Arbeitsmarktbeteiligung, zu Einkommen und Le­bens­be­din­gun­gen sowie zu Informations- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en einzelne Un­ter­stich­pro­ben der 1-prozentigen Mikrozensus-Stichprobe bilden. Da sich die verschiedenen Befragungen inhaltlich überschneiden, ermöglicht die In­te­gra­ti­on der Erhebungen, die jeweiligen Fragenprogramme zusammenzufassen. Die Mi­kro­zen­sus-Befragung besteht daher künftig aus einem verkürzten Kern­frage­programm und weiteren Erhebungsteilen.

Wie oft muss ich den Mikrozensus machen?

Das Kernprogramm und die verschiedenen Erhebungsteile werden nicht modular hintereinander erhoben, sondern das resultierende Fra­ge­pro­gramm verzahnt die Inhalte thematisch. Die Fragen des Kernprogramms werden allen zufällig ausgewählten Haushalten gestellt.

Die Fragen der weiteren Erhebungsteile werden nur einem Teil aller Mikrozensus-Haus­hal­te — den sogenannten Unterstichproben — gestellt. Jeder Haushalt ist höchstens in einer der Unterstichproben zu finden. Aufgrund der gestiegenen Bedeutung von ver­läss­li­chen Daten zur sozialen Teilhabe wird dabei das Grundprinzip der Auskunftspflicht auf wesentliche Teile der neu integrierten Erhebungsinhalte übertragen. Alle Haushalte werden weiterhin bis zu viermal beim Mikrozensus befragt.

Für Haushalte der Unterstichprobe zur Arbeitsmarktbeteiligung findet die Befragung nicht einmal, son­dern zweimal innerhalb eines Kalenderjahres statt unterjährige Wie­der­ho­lungs­be­fra­gung.

Wie oft muss ich den Mikrozensus machen?

Dadurch können künftig saisonale Schwankungen besser als bisher erfasst wer­den. Um die Belastung der Befragten gering zu halten, konzentriert sich die unterjährige Wiederholungsbefragung auf die Merkmale, die für Ver­änderungs­messungen auf dem Arbeitsmarkt maßgebend sind. Ergänzende Strukturmerkmale werden nur bei jeder zweiten Befragung und somit weiterhin nur einmal im Jahr erhoben.

Daher ist die Erkenntnis über Armutsgefährdung von großer Bedeutung. Durch die Wie oft muss ich den Mikrozensus machen? der Befragung zu Einkommen und Lebens­bedingungen in den Mikrozensus wird der Fokus auf Einkommensverteilung, Armut, soziale Wie oft muss ich den Mikrozensus machen? und Lebens­bedingungen Wohnen, Zugang zu Dienstleistungen, Lebensqualität gelenkt. Weitere neue Themen­felder zum Internet­zugang und der Internet­nutzung resultieren aus der Integration der Erhebung zu Informations- und Kommunikations­technologien in den Mikrozensus.

Die Schwerpunkte dieses Erhebungs­teils liegen auf Fragen zu Art, Häufig­keit und ausgewählten Zwecken der Internet­nutzung zum Beispiel E-Commerce, E—Government, Internet­sicherheit, digitale Fähigkeiten oder Internet der Dinge.

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Zusätzlich werden Informationen darüber erhoben, welche Bedenken und Hindernisse Menschen von der Ausführung bestimmter Internet­aktivitäten abhalten zum Beispiel Online-Käufe oder Herausgabe persönlicher Informationen über soziale Medien im Internet. In 2018 wurden erstmals Angaben zur Barrierereduktion erhoben. Zu diesem Zusatzprogramm wird aufgrund seiner Bedeutung für wohnungspolitische Ent­schei­dung­en und des Bedarfs an detaillierten Ergebnissen alle vier Jahre die gesamte 1 %-Stich­probe befragt.

Bis einschließlich 2016 lagen entsprechende In­for­ma­ti­onen nur alle vier Jahre vor oder wenn die Eltern im gleichen Haushalt lebten. Neue Wege der Datengewinnung Die Einführung neuer Be­fragungs­instru­mente und ein Multi-Mode-Design erleichtern den Befragten die Teilnahme. So wird es ab 2020 erstmals möglich sein, den Mi­kro­zen­sus online zu beantworten. Alternativ stehen den Befragten weiterhin das persönliche und telefonische Interview sowie der Papierfragebogen zur Verfügung.

Die einzelnen Haushaltsmitglieder können ihre Antworten sowohl auf dem gleichen als auch auf unterschiedlichen Wegen persönlich, telefonisch, online, schriftlich-postalisch übermitteln. Fazit und Ausblick Die weiterentwickelte Erhebung des Mikrozensus und die Einführung zusätzlicher Erhebungsmodi ermöglichen zeitgemäße Haushaltsstatistiken und berücksichtigen Aspekte der Datenqualität sowie der Effizienz.

Zudem vermeidet die Integration der Erhebungen in den Mikrozensus parallele Erhebungen zu teilweise ähnlichen Themen.

Dies reduziert Unstimmigkeiten und Redundanzen in den Daten sowie mehrfache Aufwände und Mehrkosten. Methodische Hinweise zur Haushalte- und Familienberichterstattung.

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