Question: Wieso gibt es Musik in Filmen?

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Das Genre des Musikfilms boomt! Das hat einerseits gute Gründe — und wird andererseits dabei helfen, das Erbe der großen Legenden für die Nachwelt zu konservieren und aufzubereiten. In den letzten Jahrzehnten gab es immer wieder sogenannte Biopics rund Wieso gibt es Musik in Filmen? Legenden der Musikwelt, Spielfilme also, die sich die reale Biografie einer Band oder eines Interpreten zum Vorbild nehmen — mal mehr und mal weniger genau.

Oliver Stones Klassiker The Doors Wieso gibt es Musik in Filmen? 1991 fällt einem da schnell ein, ebenso die Cash-Verfilmung Walk The Line, die mittlerweile auch schon 13 Jahre auf den Buckel hat.

Irgendetwas, das große wie kleine Filmstudios getriggert hat, einen musikalischen Stoff nach dem anderen zu verfilmen. Mal sehen: Allein in den letzten Monaten hatten wir mit Bohemian Rhapsody,der Mötley-Crüe-Geschichte auf Netflix und, im weiteren Sinne, Yesterday gleich mehrere Musik-Biopics gleichzeitig in den Kinos oder Streaming-Portalen.

In der Pipeline befinden sich Wieso gibt es Musik in Filmen? Streifen über Phil Lynott Thin LizzyElvis oder Madonna. Goldene Zeiten, wie es scheint, immerhin streichen viele der Filme richtig Kohle ein und sind zudem ein überaus gern gesehener Gast bei den Oscars. Und eine, die unter verschiedenen Gesichtspunkten beantwortet werden muss. Zum einen ist da der seltsame Fakt, dass Hollywood oftmals kuriose Dopplungen ausspuckt.

Bestes Beispiel aus den Neunzigern: Die Kometen-Katastrophenfilme Armageddon und Deep Impact kamen fast zeitgleich in die Kinos. Interessant, das schon; reicht aber natürlich nicht, um diese Schwemme an Filmen zu erklären. Die Ära des Legendensterbens Viel eher lässt dieser Biopic-Boom auf ein neu erwachtes Interesse an Popkultur auch einer jüngeren Generation schließen. Denn machen wir uns nichts vor: Diejenigen unter uns, die die Beatles, Stones oder Led Zeppelin in ihren Anfangstagen live gesehen haben, werden leider immer weniger.

Und nicht nur wir: Auch die Liste der Akteure wird kürzer und kürzer. Weil sie sich aus dem Rampenlicht zurückziehen, wie es Elton John nach Abschluss seiner Tournee tun wird; oder weil sie bereits verstorben sind.

Es klingt makaber, doch das 21. Jahrhundert ist die Ära Wieso gibt es Musik in Filmen? großen Legendensterbens. Die derzeit so angesagten Biopics sind also für ältere Generationen ein schöner Weg, Abschied zu nehmen von ihren Legenden — und für jüngere Semester die Chance, essentielle Momente der Popkultur wenn schon nicht auf einer Bühne, dann zumindest als Film nachzuerleben.

Wieso gibt es Musik in Filmen?

Gegen das Vergessen Und den Stoff für Drama, Thriller und Humor, den gibt so ziemlich jede Biografie eines der großen Musikhelden her. Das ist ja gerade das Besondere an überlebensgroßen Künstlern wie Freddie Mercury oder Elton John: Ihre Musik ist etwas für die Geschichtsbücher, klar; doch ihre Geschichte, die ist etwas für die große Leinwand und das ganz große Besteck.

Wieso gibt es Musik in Filmen?, Abgründe, Drogen, Erfolg, Zweifel, Skandale, Streitereien — fast jede Karriere eines der ganz großen Stars hat das Zeug vom Blockbuster.

Das haben die Studios gewittert, die ja bekanntlich eh am liebsten Fortsetzungen, Remakes oder wahre Geschichten produzieren, weil da die Story schon steht. Und wenn man dann Auswirkungen sieht wie die, überhaupt die Milliardenmarke bei YouTube geknackt hat, dann macht sich eine wohlige Gewissheit breit: Auch dank solcher Filme werden die Legenden nie in Vergessenheit geraten. Auf der Bühne, das sagten wir ja bereits, wird das nicht mehr lange möglich sein, sofern man sich nicht auf Tourneen mit leichenfleddernden Hologrammen großer Ikonen freuen will.

Solange es also das Schulfach Popkultur noch nicht gibt her Wieso gibt es Musik in Filmen? den Filmen über Ozzy Osbourne, über Syd Barrett, über Nico und Lemmy.

Sie haben es verdient, wir haben es verdient, die Popkultur hat es verdient. Oder um es mal schwülstig zu sagen: Das sind wir unseren Kindern schuldig. Denn sobald die Großen nicht mehr unter uns weilen, ist jede Verfilmung ihres Lebens reine Spekulation. Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung.

Der Bremer wurde dreimal zum Jazz-Bassisten des Jahres gekürt, schrieb als einziger Deutscher einen Song für Elvis und hat von Pavarotti bis Tom Jones mit den ganz Großen zusammengearbeitet. Mit seiner Band spielte er Songs von Deep Purple und Hawkwind und dient Hip-Hoppern als Inspirationsquelle. Kurzum: Als Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent war Last ein Gigant.

Juni 2015 verstarb er in Florida. Bühne frei für unseren Rückblick auf ein Leben voller Superlative. James Last war ein grenzenloser Musiker, weil es für ihn Genregrenzen nicht gab. Im Jahr 1929 wird er in Bremen als Hans Last geboren, sein Vater arbeitet als Gasableser bei den Stadtwerken.

Früh begeistert sich der Junge für Jazz. Er beginnt eine Ausbildung an der Heeresmusikschule Bückeburg und hat das Glück, bei Wieso gibt es Musik in Filmen? nicht an die Front, sondern nach Hause geschickt zu werden. Von Klassik über Easy-Listening bis zum Hard Rock Superlative mag Last zeitlebens nicht, er wehrt sich dagegen, wie ein Star behandelt zu werden.

Die Band und ich haben Spaß daran — und das merken die Leute. Dazu kommen natürlich seine eigenen schwerelosen Easy-Listening-Kompositionen, die immer so klingen, als würde man in Zeitlupe auf Wolken laufen: Happy Heart, Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung oder Games That Lovers Play.

In seinem Orchester herrscht dabei musikalische wie geografische Barrierefreiheit: die Besetzung teilweise klassisch ausgebildet bei den Berliner Philharmonikern, Backing-Sängerinnen und -Sänger aus Südafrika, Percussionisten aus Brasilien, Jazz-Trompeter, die schon für Glenn Miller, Frank Sinatra, Al Jarreau oder spielten, und mit Stefan Eggert sogar der Drummer von der Band Selig.

Noch bunter, unterschiedlicher und kosmopolitischer kann man sich das kaum vorstellen. Und wie kommt man an diese Leute?

Tonfilm

Gegen Ende der Sechziger sucht Bandleader James Last nach einer neuen Besetzung für den Bass und findet den Hamburger Rocker Benny Bendorff, der im Windschatten des groß wurde. Doch der Orchesterchef ist überzeugt, den Richtigen gefunden zu haben. Mit solchen echten Krachmuckern weht im James Last Orchester plötzlich ein anderer Wind, auf den Tanzmusik-Alben werden immer öfter Rock-Klassiker veröffentlicht, etwa Children Of The Revolution von oder eine ganz besonders intensive Version des Hawkwind-Klassikers Wieso gibt es Musik in Filmen?

Machine aus der Feder eines gewissen. Space-Rock mit Bläser-Sätzen und Boogie-Woogie-Piano: Das ist schon etwas Besonderes. Im Jahr 1972 erscheint Nonstop Dancing 2 und beginnt Wieso gibt es Musik in Filmen? etwa mit einer Nummer von Freddy Quinn oder einer Volksmusik-Weise. Nein, Fireball von Deep Purple gibt den Opener, und die Tom-Figuren von James-Last-Drummer Barry Reeves klingen ähnlich elegant wie die vom Original.

Ich habe mal in Schottland einen Fanclub von ihm kennengelernt, das sind wirklich fanatische Leute und echte Musik-Liebhaber. Diese Art von Arbeit kommt meinem natürlichen Gefühl für Musik sehr entgegen. Denn James Last hilft im Laufe seiner Karriere Wieso gibt es Musik in Filmen? kein zweiter Musiker mit seinen Interpretationen von Bach, Brahms und Beethoven, die Klassik in die Wohnzimmer der werktätigen Bundesrepublik zu bringen.

Das wäre eine faszinierende Wieso gibt es Musik in Filmen? gewesen, denn zu all seinen Filmen fällt mir sofort etwas ein. Aber zu einer Zusammenarbeit kam es leider nie. Eine ganz besonders gelungene Sample-Hommage gelang dem britischen Electro-Duo Nightmares On Wax, die ihren Song Ethnic Majority mit swingenden Parts von der Last-Komposition Washington Square ausgestattet haben. Er will gleichzeitig der Musik, seiner Big-Band und seinem Publikum gerecht werden — und mit sieben Platin-Schallplatten, 208 Goldenen Schallplatten und über 80 Millionen verkauften Tonträgern zur Weltmarke.

Und wer das nicht hat, hat vor gar nichts Respekt. Und dieses Schwergewicht bittet nun um einen Rückruf. Ein sagenhaftes Angebot Peterik und sein Gitarrist Frankie Sullivan klemmen sich sofort ans Telefon und erfahren, dass Stallone Musik sucht für den dritten Teil der Rocky-Balboa-Saga. Der Amerikaner, der bei diesen Filmen auch Drehbuch und Regie übernimmt, hatte sich eigentlich von Queen ausgesucht, aber eine Abfuhr erhalten.

Als hilfreich erweist sich die Tatsache, dass sein singender Bruder Frank Stallone bei der gleichen Plattenfirma wie Survivor unter Vertrag steht. Peterik und Sullivan erhalten einen dreiminütigen Ausschnitt des Streifens, in dem sich Rocky mit Clubber Lang gespielt von Mr.

T einen heftigen Schlagabtausch liefert — noch zu den Klängen von Another One Bites The Dust. Passende Links-Rechts-Kombination Die beiden Songwriter ersinnen ein Wieso gibt es Musik in Filmen? Stakkato-Riff, das die Faustschläge der Boxer wiedergeben soll. Ein bisschen bedienen sich die Survivor-Jungs dabei auch bei ihrem eigenen Lied Youngblood von ihrem 1979er-Debütalbum, das einen ähnlichen Anfang aufweist. So was in der Art. Ehrlich jetzt, das muss so. Und der Name der Band taucht auch immer wieder auf — clever.

Dazu gibt es einen ausdrucksstarken Ohrwurm-Chorus, gesungen von Dave Bickler, und fertig ist ein: Knaller. Er lässt noch eine dritte Strophe schreiben, für den Film wird aber — schnell, schnell — die Demoversion verwendet. Die Single Eye Of The Tiger erscheint am Wieso gibt es Musik in Filmen?.

Gender

Mai 1982, einen Tag nach dem Kinostart, und läuft für die nächsten Wochen und Monate als Dauerbeschallung im Musikfernsehen und Rockradio. Das Album fast als Beiwerk Das Stück eröffnet auch das gleichnamige dritte Survivor-Album, das eine Woche später erscheint und wenig überraschend bis auf den zweiten Rang der Wieso gibt es Musik in Filmen? klärt. Natürlich wird die Platte vom Titelstück regelrecht dominiert, was man zum Beispiel heutzutage an Streamingzahlen sieht: Das Tigerlied steht auf Spotify im Juni 2022 bei 850 Millionen!

In dieser Powerballade besingen Sullivan und Peterik den Kampf einer nahestehenden Person gegen Krebs; große Charterfolge können sie nicht erzielen. So entsteht The Burning Heart, quasi eine Neuauflage von Eye Of The Tiger mit ähnlich pumpender Basslinie, wie sie für die Achtziger typisch ist.

Noch später müssen Sullivan und Peterik sich dann mit einer Reihe hart konservativer republikanischer Politiker rumschlagen, die das Lied ohne Rückfrage für ihre Kampagnen verwenden. Die beiden Musiker schieben dem einen Riegel vor und erreichen vermutlich nicht unlukrative außergerichtliche Einigungen. Dem Kultstatus ihrer Komposition schadet das natürlich nicht: Vier Dekaden später ist Eye Of The Tiger ein Klassiker des Melodic Rock, den wir alle, alle kennen und der weiter ein quicklebendiges Leben auf den entsprechenden Kanälen führt.

Das mit dem Pulsschlag — das haben Survivor zweifelsohne geschafft. Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Juni 2000 ruft die New Yorker Polizeigewerkschaft zum Boykott seiner Konzerte im Madison Square Garden auf.

Das war der erste Song, mit dem ich direkt in diese Kluft geriet. Februar 1999 steht der gebürtige Guineaner Amadou Diallo vor seinem Wohngebäude in der Bronx. Dort trifft er auf vier Zivilfahnder, die ihn für einen gesuchten Serienvergewaltiger halten oder einfach für jemanden, der Schmiere für eine andere Straftat steht. Weil die Männer ihn verhaften wollen, greift Diallo in seine Jacke, um sich auszuweisen. Laut Zeugenaussagen ohne Vorwarnung eröffnen die Polizisten daraufhin das Feuer; sie geben insgesamt 41 Schüsse ab, 19 davon treffen den Unbewaffneten.

Später geben die Fahnder an, sie seien davon ausgegangen, Diallo habe eine Pistole ziehen wollen. Die Menge an Schüssen erschreckt zudem. Angeblich sei einer der Beamten gestürzt, was die anderen glauben ließ, er sei seinerseits getroffen worden. Wieso gibt es Musik in Filmen? Protestwelle geht durch das Land. Ein Gericht in New York City spricht die Täter zunächst schuldig, später wird eine Neuverhandlung beschlossen. Im Februar 2000 spricht ein ein Berufungsgericht in Albany die vier Polizisten in allen Punkten frei.

Reaktionen Berührt von Amadou Diallos Geschichte schreibt Bruce Springsteen American Skin 41 Shots. Juni spielt er in Atlanta während der Reuniontour der E Street Band den Titel erstmals vor Publikum und erregt mit seinen Worten schnell Aufmerksamkeit. Eine Woche später, am 12. Juni, soll die Tour mit beeindruckenden zehn Shows im Madison Square Garden enden.

Vier Tage vorher, am 8.

Wieso gibt es Musik in Filmen?

Juni 2000, ruft der Präsident der New Yorker Polizeigewerkschaft der Shows in der Stadt auf. Der Text Anscheinend kennt von diesen Leuten aber niemand den Text von American Skin 41 Shotsdenn Springsteen thematisiert sogar die sekundenkurze Entscheidungssituation, in der sich die Beamten in dieser Nacht befanden. Vor allem die Strophe sorgt für Beklemmung, in der eine Mutter ihrem Kind einschärft, bloß nicht unfreundlich zur Polizei zu sein, immer die Hände zu zeigen und niemals, niemals wegzulaufen.

Es bezieht die gesamte Situation mit ein, drückt vor allem aber auf unnachahmliche Weise die Trauer über das völlig unnütze Ende eines jungen Lebens aus und weist erneut Wieso gibt es Musik in Filmen? ein fürchterliches Grundproblem der Gesellschaft hin: tief verwurzelter Rassismus. Showtime Als dann am 12. Juni 2000 der erste Termin im Madison Square Garden ansteht, kann man die Anspannung spüren: Viele Polizisten, die zur Absicherung der Großveranstaltung abbestellt waren, weigern sich, ihren Dienst zu tun.

Während die Band American Skin spielt, sind vereinzelte Buhrufe zu hören. Springsteen selbst kann die Aufregung nur bedingt nachvollziehen.

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